Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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Vorrede.

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Sollte ich eine neue Auflage meiner gramma-tischen Arbeiten erleben, so würde ich, meiner ge-genwärtigen Einsicht nach, vornehmlich noch fol-gende Verbesserungen wagen, i. Ich würde demKapitel von dem Ursprünge der Sprache und derBildung der Wörter, ein eigenes Kapitel von derAusbildung der Wörter folgen lassen. Hierwürde unter andern auch umständlich von demmildernden e der Hochdeutschen gehandelt wer-den, welches den härtern Oberdeutschen Mund-arten so fremd und unbekannt ist, daß sie es auchmit dem weiblichen e verwechseln. 2. Ich wur-de in Bestimmung des Adverbii noch ein PaarSchritte weiter gehen, und das Umstandswortganz von dem Beschaffenheitsroorte trennen, vonwelchem es so wesentlich verschieden ist, daß es aucheigener Ableitungssylben bedarf, wenn es in das-selbe übergehen soll. Wir wurden alsdann frey-lich im Deutschen einen Redetheil mehr bekom-men; allein mit Recht, weil er in der Spracheund ihrem Baue wesentlich gegründet ist. Dieewige knechtische Anhänglichkeit an die LateinischenSprachlehren hat tausend Verwirrungen und Un-gereimtheiten in die Deutsche eingeführet, von wel-chen man sie nur nach und nach wieder befreyenkann. z. Da der wahre Laut des ß nach einemgedehnten Hülfslaute in den Deutschen Provinzenso schwankend und oft so unbekannt ist, so würdeich in dem Kapitel von den Buchstaben zum Nu«tzen^ besonders der Oberdeutschen Provinzen einvollständiges Verzeichniß derjenigen Wörter lie-AdchD,Spr. b fern,