werk unserer Arbeiten. Ihre Bibliothek unterscheidetsich ourch so viel Gründlichkeit, feinen Geschmack undLebhaftigkeit des Ausdrucks, daß Sie uns übrigenKunstrichter bald von dem kritischen Richcerstuhlverdrängen möchten. Vorzüglich bewundere ich denMuth, mit dem Sie alles vom Herzen wegjagen,ohne sich das Ansehen der Person schrecken zu lasten,oder die Folgen ihrer Ausfalle zu fügten. Aber manmuß sich seiner eignen Stärke bewußt seyn, und schonselbst ein Ansehen in der gelehrten Republik erhaltenhaben. Bey Gelegenheit der Recension von der Fa-ömschenTheorie der schönenWissenschaftcn inMaynz,muß ich Sie, liebster Freund, doch fragen, ob Sieden Mann dieses Buchs kennen ? Kaum vermutheichs, weil Sie sich wundern, wo er die geäussertenguten Kenntnisse her hat . Es ist dieses der Brudervon unsers hiesigenStallmeisterS Roseiizweigs Frau,der viele Jahre hier studiert hat, endlich vor unge-fähr zwey Iahren zurück in seine Vaterstadt Straß-bürg gegangen, sich verheiratet, dadurch aber seinGlück daselbst verscherzet, und hierauf nach Maynzgegangen, und daselbst katholisch geworden ist.
Wie sehr freue ich mich aus Ihr Buch von derStcinschneidekunst! WaS für neue Aussichten wer-den Sie hier wieder Ihren Landeleuten öffnen!Kaum begreife ich es, wie es möglich ist, soviel grosseund weite Felder der Wissenschaften, wo fast jedeseinen besondern Mann zur Bearbeitung ersoderr, zugleicher Zeit zu umfassen.
Was