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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
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meßlich weit. Sie halten nichts auf Staat i): nurdie Schilde bezeichnen sie k) mit ausgesuchten Farben I).

We.

i) Nichts auf Waffenprunk. Von der Reuterey derCimbver erzahlt zwar Plutarch im Leben des MariuSS. 420. des l. Tb. der Wechel. Ausg. daß ihre Helmemit wilden Figuren und fliegenden Federbüschen, ihreeiserne Panzer, ihre weissen Schilde, (von Blech oderüberstrichen), und übrigen Waffen, alles ein prach-tiges Ansehen gegeben hatten; aber ohne Zweifelhatte diese noch rohe Nation Waffengerathe undReichthümer auf ihren weiten Rauber- und Feld-zügen von dem Cimbrischen Chersones bis an dieAlpen erbeutet, da sich nichts der Macht diesesbarbarischen Kriegsvolks widersetzte. Wir lesen auchbeym Polybius (II. 29.) von dem Kriegsprunk derGaller.

k) Ihr einziger Staat besteht in den gemahlten Schil--den, deren Farben nach dem Zschackwitz (S. seineHeraldik S. Zoo. f.) schwarz, grün, blau und rochgewesen seyn sollen. Diese Schildcrmahlerey magVeranlassung zu den Wappen gegeben haben, odernebst den Helmen der erste Ursprung selbst von denWappen seyn. Der Anfang des WappenwesenS ist«uch eigentlich in Deutschland zu suchen.

1) Die manchfaltigen Farben waren vermutblich Unter,scheidungszeichen im Kriege und in den Schlachten:vielleicht waren die Völkerschaften, Cantons undHeineren Districte, auch wohl zusammengehörende

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