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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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115
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und überdecken sie (häusig) stark mit Dünger. ZurZuflucht im Winter o) und als ein Behältniß für ihreFrüchte p): weil sie an solchen Orten die Strenge deeKalke mildern, und wenn der Feind einfallt cz), erossei-e Sachen verheert, die unter der Erde verborgenennicht weiß , oder eben dadurch verfehlt, daß er sie erstsuchen muß.

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n) Ohnfehlbar Thon, (oder auch Gyps), von welchemverschiedene Arten (z. E. englische Erde) damals be»sannt seyn konnten. Da sie Farben hatten, z. <£,ihre Schilde (S. oben Kap. 6. k)) bemahlten, sobrauchten sie vielleicht hier noch überdieß Farben.

v) Spuren der Thierheit, die sie freylich noch nicht ganjverlassen hatten; aber wahrscheinlich thaten diesesnur wenige Deutsche (vielleicht auch einige ganzeVolker), die etwa gar keine Häuser, nur Flcchtwerkvon Aesten oder Ruthen zur Wohnung den Sommerüber brauchten, vergl. Kap. 46. d. B. Eben daselbstwird auch den Germanern als gewöhnlich zugeschrieben,daß sie Häuser bauen.

p) Pcrizonins: Eben dieß geschieht noch in Westphalen,wo Rüben, und dergleichen Früchte, im Winter un«ter der Erde in den Garten selbst verborgen werden,die man hernach, wenn die Erde weich ist, wiederausgrabt.

tz) Welche Falle nicht selten wären, daß Man nöthighatte, sich vorzusehen, und vor Raub zu sichern.