Vorrede.
erscheinen können; AUeine dieser gute Wunschstund zwar in meinen» Vermögen/ die That abermufte ich der Gewogenheit anderer überlcisien.Ich hatte zu dem Ende viele auswärtige Freundeund Liebhaber oieftr edlen Kunst thenö selbstschriftlich ersuchet/ theils durch andere ersuchenlassen, mit einigen Nachrichten mir anHanden zugehen. Bey einigen fund meineBitteein geneig-tes Gehör/ bey andern war sie vergeblich. Denerstern sage ich hiermit öffentlich den ergebenstenD.uick vor ihre Bemühung, und erbiethe mich zuallen Gegendiensten; Die letzteren ermuntre ichaber Normals/ und überhaupt ersnche ich einenjeden geziehmend/daß sie nur nicht nur einigeNachrichten von den jetzo hier und da lebendenBuchdruckerherren / sonoern auch/ so ferne esmöglich/ von dem Anfang und Fortgang derBuchdruckerkunstihresWohtiplatzesgütigstmit-theilten wollen, damit man milder Zeit eine voll-kommene^Buchdrucker Historie von Teutschlandliefern könne. Meine gegenwartigeBemühung istnur ein Beytrag zu dieser Historie. Hätte ichdieftNachrichten so lanae zurück behalten wollen,bis ich von allen Orten die erwünschte Nachrichteingezogen: So hätte ich noch lange warten müstsen/bis ich auch nur den meisten Theil überkom-menhätte. Und werwciß, vbi'hnachvielerZeitviel glücklicher gewesen wäre? Die Gemüther derMenschen sind gar zu veränderlich. Eigensinn/Hochmuth, Verachtung, Neid, und einige ande-redergleichen schöne Eigenschafften habe ich garwohl gemercket, welche ich auch zu seinerzeit be-mercken werde. Ietzo habe jch nach keine Lust
darzu.