Teil eines Werkes 
Theil 2 (1740) Die so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgießerey
Entstehung
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205
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wohl eittgerichteten Wörterbuches. 205

einen Seite ein Guß eingeschnitten, einen Petit overCorps Kegel tief.Form-Gand, ist eine art Sand, welche man zu Ab-gicssung gewisser Figuren,overBnchstaben,l)rauchensän, dessen Bereitung bestehet aus ausgebranntenBackofen Leim. Je röther selbiger, je besser er ist,welcher sehr klar zerstossm, und durch kleine feineSiebe gesiebet wird. Alsdenn thut man selbigenauf ein ebenes feines Bret, machet in der Mittedes Sandes eine Grube, giesset darein gut Bier,viel oder wenig, nachdem man viel Sand hat, mengees durcheinander mit einem Holtzspavel, und wenndie fliessende Nasse gedampftet , so reibe man sel-bigen zwischen beyde wohl durch einander, damitder noch trockene Sand auch Nässe an sich zichenkönne. Hernach thue man den Sand zusammenund nehme davon nach und nach mit dem Holtzspa-del gar sanffte, damit die etwann noch befindlichekleine nasse Klüsen sich desto besser theilen. Dennist derselbe zu trocken, so bricht er leicht in Formenaus, zu mal in feiner Schattirung; ist er aber naß,so fallt es nicht in Guß, trocknet auch zusammenund fallet aus der Flasche. So man ihn mit Sal-miacwasser anfeucht, giebt es einen reinen Guß.Wie man abforme, suche unter den Titul.G.

Gattßaugen/ oder Hyphen werden diejenigen zwepkrummen Striche genennet, die an der Seiten de«rer Columnen gesetzt werden, wenn ein anderer Au-tor allegirt wird, da dessen Worte mit solchen be-zeichnet werden, man kan sie auch nehmen, wenneine Schrtfft anders seyn soll, als der Text, ist.

Gebrauche, Kunstgebrauche, siehe Suchdr»»cker-srdnuttgeu. Gefchsl-