Teil eines Werkes 
Theil 2 (1740) Die so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgießerey
Entstehung
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bleiben wöchentlich fünf Thaler fteperi»les) übrig, wvvon manneue Lettern und Nothwendigkeiten anschaffen kan.

Anmerckung.

Nun rechnet unser Herr Verfaßer gar den große» ,jl)v*ilichen und gervißen Gewinnst der Buchdrucker aus. Er be-mercket den Fleiß derDruckergcsellcn, und schlagt vor, wievieleinBuchdruckerhcrr auf Nahrung, Lohn und häußliche Noth-wendigkeiten verwenden soll. Er setzt ihnen auch den nach seinerMeynung übrigen Gewinnst auf. Wenn wir weitlauftig seynkönnten, so hätten wir gar vieles an dieser Rechnung ausjusetzen.Anfanglich müstcn wir miseinander iii dic lateinische Schule ge-hcn, und uns belehren laßen: ob num»»,; vnciaiis und impc-rialis einerley Müntze wäre? zimlich kleine Knaben würden unsantworten: Numraus vncialis heißt ein harter Thaler von Z2.Groschen. Denn vnciaiis heißt eigentlich zweylothig; Nun istaber ein harter Thaler zweylöthiq, folglich heißt vncialis mim-lijns ein harter Thaler. d. Imperialis hingegen ein Ncichs-Thalcr tim 24 Groschen. Dieses wißen alle unsere Cammera«then,weil sie es'in ihrem Vocabulario also gelcrnet habe». Weres nicht glauben will» der darf es nur nachschlagen- Hätten wirdiese Nachricht eingchohlet, so siegen wir mit einander znphilo-sophircn an: Wer fünf Reichs-Thaler vor die Helfte von zehcnKarten Thalern angiebt/ der begeht nur einen kleinen Fehler imRechnen ? Nun aber hat dieses -Herr Paul Pater gethan, folg-lich hat er nur einen kleinen Fehler im Rechnen begangen. Uni>das war eins! Vors andere mögtcn wir doch gerne wißen , wieviele eanstnd eine Auflage starck seyn sollte, wenn ein Druckerzehcn harre Thaler damit verdienen soll/ und zwar in sechs Ta>gen? Dergleichen Bücher, wovon die Auflage viele raufen»starck ist, sind uns, außer denen Calcndern, unbekannt, uno diejeni-gcn welche etlicbe tausenv starck aufgeleget weroen, sind sehrrahr, und insgemein nicht groß , folglich! hatte der Verdienstgar bald ein Ende. Dergleichen die 21.-. C> Bücher/ Evange-lia, Psalw.büchcr und Catcchismi sind. Da nun also ein Buchuicht viele tausend starck gedruckt wird, so kan der Drucker m»möglich zehcn Thaler verdienen- Wo bleibt dcirn der Setzer,soll dieser umsonst arbeiten ? Doch nein, er soll auch wa? ''ekoin-inen, und wir wollen die Rechnung also einrichten: Eine Auflage

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