208 I. Allgemeine Elementarlehre.
die.gegebenen Eigenschaften einesDmges aufmehrere -e b e n d c sse l b e n D i n g e s — EinesinVielen, also in Allen: Induktion; — Vielesin Einem (was auch in Andern ist), also auch dasUtbrige in demselben: Analogie.— So ist z.B.der Beweisgrund für die Unsterblichkeit: aus dervölligen Entwickelung der Naturanlagen eines jedenGeschöpfs, ein Schluß nach der Analogie.
Bey dem Schlüsse nach der Analogie wird indessennicht die Identitat desGtundes (psr r-nia) er-fordert. Wir schließen nach der Analogie nur aufvernünftige Mondbewohner, nicht auf Menschen. —Auch kann man nach der Analogie nicht über dasterlium Lvm^-ttionis hinaus schließen.
2. Ein jeder Vernunftschluß muß Nothwendigkeit geben.INd uction undAnalsgie sind daher leine Vor.nunftschlüsse, sondern nur logische Prasumtionenoder auch empirische Schlüsse; und durch Iud^ctionbekommt man wohl generale, aber nichr universale
, Sätze. —
Z. Die gedachten Schlüsse der Urtheilskrast sind nütz-lich und unentbehrlich zum Behuf der Erweiterungunsers Erfahrungserkenntnisses. Da sie aber nurempirische Gewißheit geben: so müssen wir uns ihrermit Behutsamkeit und Vorsicht bedienen.
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