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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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Das geschicht so der wolff zu einem huter wirt

Und auf der straften vert

Wo der blinde füren sol^ Den plinden vallen sie beide das ist wol50. Die schaff gar verirret sind

Also schir der wirt ein kint

Wie bericht der einen man

Der sich berichten nicht enkan

Wie mag der speisen wol5 s. Die Schaf nemet war

Und lebet in steter geitigkeit

Au scheren sind sie alle bereit

Speisten sie die schaff als gern

Als recht wol sie Konen scheren

60. Die schaff stunden bester baß

Nu gibet ir arge list was

Daß die schoff werdcu geschorn

Ob die sele wirt verlorn

Darauf haben sie versorget gar65. Sie achten nicht wie die sele gefar

Der weise bischoff der bevalhe

Dem Jungen sele vnetzale

Und wolde im doch bevelhen nicht

Die Byren des dick geschicht70. Das er sele Huten sol

Den man noch nicht betrüben sol.

Eben diese Fabel will ich auch aus unsrer zweytenHandschrift hersetzen, um gleichfalls daraus von derMundart derselben urtheilen zu können, und zugleich eineProbe zu haben, wie man aus allen drey Texten nunvielleicht einen vierten zusammen setzen könnte und möch-te, der, wenn er auch nicht vollkommen der ursprünglicheText des Verfassers wäre, dennoch, wenigstens in Anse-hung