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Das geschicht so der wolff zu einem huter wirt
Und auf der straften vert
Wo der blinde füren sol^ Den plinden vallen sie beide das ist wol50. Die schaff gar verirret sind
Also schir der wirt ein kint
Wie bericht der einen man
Der sich berichten nicht enkan
Wie mag der speisen wol5 s. Die Schaf nemet war
Und lebet in steter geitigkeit
Au scheren sind sie alle bereit
Speisten sie die schaff als gern
Als recht wol sie Konen scheren
60. Die schaff stunden bester baß
Nu gibet ir arge list was
Daß die schoff werdcu geschorn
Ob die sele wirt verlorn
Darauf haben sie versorget gar65. Sie achten nicht wie die sele gefar
Der weise bischoff der bevalhe
Dem Jungen sele vnetzale
Und wolde im doch bevelhen nicht
Die Byren des dick geschicht70. Das er sele Huten sol
Den man noch nicht betrüben sol.
Eben diese Fabel will ich auch aus unsrer zweytenHandschrift hersetzen, um gleichfalls daraus von derMundart derselben urtheilen zu können, und zugleich eineProbe zu haben, wie man aus allen drey Texten nunvielleicht einen vierten zusammen setzen könnte und möch-te, der, wenn er auch nicht vollkommen der ursprünglicheText des Verfassers wäre, dennoch, wenigstens in Anse-hung