silef Iwanowitschj Chilkow' und von Abaim Feodo«row Syn' Boltin' verwaltet. Ob vielleicht Baikow' kurzvor oder unmittelbar nach seiner Rückkunft Wojewode z» Tobolsk geworden sey, weis ich nicht: doch habe ich Ursache, daran zuzweifeln.
Uebrigens erhellet ans der Sammlung Russischer Geschichte,baß diese Gesandtschaft in Ansehung der eigentlichen Geschäftedes Gesandten Baikow' nickt glücklich war, weil er nicht, wieman in Sina verlangte, mit der Regierung sich einlassen, son-dern das tzarischc Schreiben dem Chan selbst überreichen, sichjedoch, um der Ehre seiner Nation nichts zu vergeben, zn denerniedrigenden Formalitäten, welch? die Sinescr ehedem fremdenGesandten vor der Audienz znmutheten, nicht verstehen wollte,und daher keine Audienz bey dem Chan erhielt Indeß hattediese Gesandtschaft den Nutzen, daß man nun in Rußland um«standlichcre und gewissere Nachrichten von Sina, als man bis»her gehabt hatte, bekam, und insonderheit, daß man den Wegnach Sina kennen lernte. Seit dem thaten sich Gesellschaftenoder Naravanen von Nüssen und in Sibirien angesessenenBncharen zusammen, und folgten theils dem von Baikon?'genommenen Wege durch das Land der Kalmücken, theils gicn-Zen sie über Tomsk undKrasnojarsk, da sie in der obern Gegenddes Jcnisej, ohne die Lander der Kalmücken zu berühren, zu denMongolen kamen, theils aber nahmen sie ihren Weg über Se-lenginsk oder Nertschinsk — Seit lüystqiengen außer den Ka»ravanen der Privarkaufleute von Zeit zu Zeit anch Aronkava«vanen nach Sina. Im Jahr 1727 wurde allePrivathaudluugüber die Gränze nach Sina cmfgehoben, und nur die Kronka«ravanen behielten das Vorrecht, nach Sina selbst zu kommen.Durch eine sehr weise Verordnung vom ic> August 1762 hatdie Kaiserinn Katharina II. die Kronkaravanen nach Sin«anfgchoben und den Privatkaufleuten alle Handlung dahin ganzüberlassen.
XXV.