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Und nun zu den Proben dieser Gedichte selbst, diehoffentlich den Leser weit mehr, als alle diese literarifchenNachrichten interessircn werden, mit denen ich ihn vielleichtzn lange aufgehalten habe. Ich lasse diesen Probestückenihre ganze handschriftliche Gestalt, ihre, wiewohl sehrungleiche, Orthographie, die oft vielüishr Kakographie ist,und begleite sie mit einigen kurzen Anmerkungen, die bloßErläuterungen minder verständlicher Stellen geben, undsich selten oder gar nicht mit Wortforschung beschäfftigenwerden.
I.
U)ie die ding wo! tauscnt gülden wert sein.
Acut so seyn wir gut gesellenVnd morgen wider, ob wir wellen.Die warheyt ist gen hymel zöge»/Vnd die trcw ist ober incr geflogen;Frümkeit ist tot vnd gar vertribcn,Vntrcw ist hie zu letzt pelibcn.Wenn ich möcht haben ein eysenhut
Der
I. i) Dieser, und einige der folgenden Verse sind aus dem Frevdank genommen, wo sie in der gedruckten Ausgabe, Worms ,15Z9, svl. Vl.XXXt. B. so heissen:
Wo ich fund feyl eyn eisen hnt
Der für lügen mir möcht sein gut,Vnd eynen schilt, gewiß für schelten.
Die zwey wolt ich gar theur gelten;Darzn anch eynen thnrn für tranrn,
Den wolt ich hoch mit zinncn maurn;Hctt ich eyn hauß für vngemach,
Das ließ ich nimmer stehn on dach;Deßgleich für alter anch eyn falb.
Die wolt ich streichen allenthalb,Vnd hett auch für den todt ein fchwcrt.
Das wer tauftnt marck goldes wert.