Karte 
F. W. Putzgers historischer Schul-Atlas zur alten, mittleren und neuen Geschichte : in 68 Haupt- und 71 Nebenkarten / bearb. und hrsg. von Alfred Baldamus ...
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Erläuterungen.

Die folgenden Bemerkungen sollennur dort in möglichster Kürze Erläute-rungen geben, wo solche zur Erklärung derangewandten Schriftart, der gewähltenFarbe u. dergl. dringend geboten er-scheinen; sie wollen nichts sein als eineErgänzung der Kartenlegende.3. Um einem Übersichtsblatte der AlienIVelt einen brauchbaren, die übrigen K artenergänzenden Inhalt zu geben, war es nötig,mehrere Zeitperioden zu verbinden. Fürden Orient sind in Farben die vorper-sischen Grossreiche eingetragen, wobeinatürlich die Grenzen nur als ungefährzutreffend anzuseilen sind. Weiter bietetdie Karte die Möglichkeit, die gesamtephönicische und griechische Kolonisationmit einem Blicke zu übersehen. Die durchUnterstreichung als phönicische Nieder-lassungen gekennzeichneten Orte sollen dasvorkarthagische Handelsgebiet von Sidonund Tyrus andeuten; aufgenommen sindauch einige Orte, in denen die phöni-cischen Spuren unsicher sind. Die Ent-wicklung des Karthagischen Reiches istin Farben geboten, dabei ist die unsichereGrenze in Spanien nach den Ausfuhrun-gen Meitzers eingezeichnet; aufgenommensind in Afrika und Spanien auch die fürdie punischen Kriege wichtigen Orte (fürHannibals Alpenmarsch vgl. S. 12), inAfrika die für die späteren Kämpfe derRömerbemerkenswerten. Neben den durchFarbe bezeichneten griechischen Kolonienim engeren Sinne sind in Haarschrift diehellenistischen Städte eingetragen; daskann unpassend erscheinen, indes wirdsich diese Gesamtdarstellung der Aus-breitung griechischer Kultur nach Westund Ost doch vielleicht als lehrreich er-weisen (wo griechische Kolonien phöni-cische Unterstreichung haben, bezieht sichdiese natürlich auf eine frühere Zeit). InItalien soll ein Überblick über die ältesteBevölkerung gegeben werden, dabei sinddie wichtigstenStämme durch Farbe heraus-gehoben. Bei den Italikern sind Latinerund Umbro-Sabeller geschieden und beiletzteren wieder durch Grenzlinien dreiGruppen gesondert (für die einzelnenStammnamen vgl. S. 10 und 11). ZwischenUmbrern und Etruskern ist die spätereGrenze angesetzt, aber früheresÜbergreifenbeiderVölkerangedeutet; eingetragen sindauch die bedeutendsten Etruskerstädte.Von den Nebenkarten stellt die eine alsErgänzung der Hauptkarte die Beteiligungder griechischen Stämme an der Koloni-sation des Ägäischen Meeres dar. Sie

soll vornehmlich der griechischen Ge-schichte bis 494 v. Chr. dienen und an derthracischen Küste dem Zuge des Xerxes.

Die Namen sind hier und auf denübrigen Karten zur alten Geschichtein lateinischer Form gegeben; davon istjedoch abgewichen, wo die griechischeForm die bei uns übliche geworden ist.

Die Karte von Kleinasien soll für die S. 4.geschichtlichen Ereignisse von der per-sischen bis zur römischen Zeit einschliess-lich benutztwerden; betreffs der politischenGestaltung des Landes ist zu vergleichenS. 2, 3, 5, 9. Die Provinzgrenzen sinddie der Römerzeit. Die Erklärung der fürGalatia angewandten Steinschrift ergiebtsich aus der zu den Städtenamen ge-machten Bemerkung der Kartenlegende.

Auf der Karte von Griechenland beimBeginne des peloponnesischen Krieges,die auch die für diesen Krieg wichtigenOrte enthält, sind die zum attisch-delischenSeebunde gehörenden BundesgenossenAthens in Flächenfarbe gegeben (diesteuerfreien in mattem Kolorit), die nurfür diesen Krieg verbündeten in Rand-farbe; zu letzteren ist auch Cephalleniagezogen, weil es schon im ersten Kriegs-jahre für Athen gewonnen wurde.

Auf der Karte des Reiches Alexanders S. 5.d. Gr. hat Griechenland trotz der mace-donischen Oberhoheit besondere Farbeerhalten, weil Alexanders Rechtsstellungzu Griechenland sich doch wesentlichvon seiner Stellung in den übrigen Reichs-teilen unterschied; zu bemerken ist noch,dass Creta und Sparta auch diese Ober-hoheit Alexanders nicht anerkannten.Die einfache Umränderung von Armenien,Cypern und Cyrenaica soll andeuten,dass diese Gebiete von Alexander nichteigentlich unterworfen waren. Dieerste Diadochenkarte kennzeichnet dieSatrapien nach dem Tode Alexandersdurch punktierte Grenzen und dadurch,dass deren Namen in anderer Schrift alsdie Landschaftsnamen (vgl. Ciiioia u.Cataonia) erscheinen. Bei Darstellung derTeilung nach der Schlacht von Ipsus habendie unmittelbar unterthänigen Reiche Flä-chen-, die halb unterworfenen Gebiete(Interessensphären) Randfarben erhalten.Der Verlauf der Grenze in Grossphrygienist nur als ungefähr richtig anzusehen;angedeutet ist, dass Armenien von Seleucus,Epirus von Cassander abhing, ausserdemist als unsicher bezeichnet, ob das Reichdes Seleucus das des Lysimachus in Cata-onien berührte oder nicht. Die zweite