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Schaft und damit zur Hebung derselben und damit zur Hebung der Steuer-kraft,denn die Steuern mussten die Mittel geben zur inneren und äus-seren Machtentfaltung. Der Staat musste einen inneren Absatzmarktschaffen, was zum Abschluss von anderen Volkawirtschaften führte. So-dann suchte er von allen Pesseln zu befreien, die dem Aufkommen hin-derlich waren. Er zeigt sich sofort als ein Feind der Hörigkeit. DenBeginn machen die Hohenstaufen bereits im Jahre 1331 in Sicllien,
1315 folgt Ludwig X. in Frankreich,Ende des 18. und Anfang des 19.saec. folgen die deutschen Staaten ( 1807 Preussen.1838 Niederlau-sitz, 1848 österreichische LKnderl ( Russland unter Alexander II.1861). - Ebenso ist er ein Peind des Gemein- Eigentums, weil es diezweckmässige Ausnutzung des Grund und Boden verhindert; dann ist erein Feind der Korporationen,er durchbricht ihre Geschlossenheit imInteresse der Freiheit des Einzelnen* er ist ein Förderer des Indivi-dualismus im Gegensatz zur mittelalterlichen Gebundenheit. Dies ge-schah aber nicht, um dem Einzelnen die Freiheit zu geben, sondern umder Qesamtheit willen: Der moderne Staat setzt an Stalle der altenGesetze seine neuen, er sucht von einer Zentralstelle aus die gesam-te Volkswirtschaft zu leiten: so entsteht der Begriff einer Volks-wirtschaft. Sie ist die Summe aller Arten von Wirtschaften eines Vol-kes,die einer Staatsgewalt unterworfen sind und durch deren Massnah-men beeinflusst werden. Dies ist die Volkswirtschaft zur Zeit desMercantilayatema; in jener Zeit entsprach diese Auffassung der Wirk-lichkeit. Im modernen Staat liegt auch ein sozialistischer Zug,indemer nicht die Preiheit des Einzelnen um seiner selbst willen erstrebt,sondern die der Qesamtheit unter einer Zentralgewalt.
Um die Mitte des 18. saec. kommt eine naturrechtliche Vor-stellung auf, die sich gegen die Beherrschung des Einzelnen durch po-sitive Staatageaetze auflehnt. Diese Vorstellung hat einen heidnischen