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MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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tet das Stück aus, auf dem sie sich gerade befindet. Alles was die Mit-glieder erbeuten, gebärt nich dem Einzelnen,sondern der Pamilie:auchwie schon Eigentum am Land besteht.ist noch Kommunismus am Erworbenenvorhanden. Das Haupt verfügt darüber in erster Linie zu seinem Vor-teil. Nicht die Gemeinsamkeit des Besitzes hält aber die Familie zu-sammen,sondern der gemeinsame Verbrauch der gemeinsamen Heerde* Die Mit-glieder nicht Brotkorb-, Troggenossen ( Epimenides/.Sie bewohnen " ein"Haus,um " einen " Heerd finden wir sie vereint. Der technische Aus-druck für diese Wirtschaftseinheit heisst heute Hausgemeinschaf t.__

Weiterentwicklung der Hausgemeinschaft.

Sobald nun die Zahl der Hausgenossen zu gross wird,um an einem Heerdeich aufzuhalten,so scheiden Einzelne aus,die eigene Pamiliengründen,die unter den gleichen Verhältnissen stehe,wie die Mutterfamilie. Soentsteht allmählich eine Menge von Einzelwirtschaften,die alle mit derMutterfamilie verbunden sind. Es entsteht das Volk( 1. Buch Moses*Abraham,Jaaak und Jakob). Nach Aussen haftet das Volk als Wirtschafts-einheit, im Jnnem jede Hausgemeinschaft für ihre Mitglieder.- DurchZusammenachliessen von mehreren Hausgemeinden und deren Aueeoheidenbilden sich Stamme. Diese besitzen Vieh und anderes bewegliches Gut.Ebenso entwickeln sich die Hausgemeinschaften zu Geschlechtsgenossen-schaften, zu Sippen. Auf dieser Entwicklungsstufe erfolgt die festeAnsiedlung: das Land wird hiebei den einzelnen Geachlechtsgenossen-schaften als Eigentum zugewiesen* daraus folgert,dass dies die damali-gen Wirtschaftseinheiten sind,sie erhalten die Mark in Besitz,zu-nächst nur zur allgemeinen Nutzung aller Qeschlechtsgenossen. Mit die-ser festen Ansiedlung treten an Stelle der natürlichen Verwandschafts-beziehungen,die der Nachbarschaft*^Die Geachlechtag enos aenschaft wirdzur Mark- und Dorfgenossenschaft. Fernerhin entstehen künstliche Nach-