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1. Buch.
D^e konkreten Grundbedingungen der Volkswirtschaft.
1. Die Bevölkerung.
1) Die Bedürfnisse in ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft. § 2
^ Die Bedürfnisse machen die Volkswirtschaft notwendig,sie sinddie Triebkraft aller menschlichen Tätigkeit; sie sind aber nicht et-was gleich Bleibendes,sie sind nach Art und Menge bei verschiedenenKlassen, verschiedenen Völkern,zu verschiedenen Zeiten verschieden.
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Die Arten u%d Mengen,die Bedürfnisse in ihrer historischen Erscheinung/' und ihre Wirkungen auf daP gesamte Wirtschaftsleben ist darzulegen.
Definition: " Unter Bedürfnis versteht man die Empfindung ei-nea P^lus tge fühla verbunde n m it d em Streben es zu beseitigen." Urdachedes Unlustgefühla ist ein Mangel. Im Zustand des Mangels kommt derMensch auf die Welt,und bleibt in ihm bis zum Tod,ja Uber diesen hin-a.jin der Sorge für sein Begräbnis und für die Hinterbliebenen.- Je
npich der Notwendigkeit und Dringlichkeit der Bedürfnisse klassifiziert
eie in absolute und relative: Das unterscheidende Merkmal liegt
in der Beschwerde,welche die Nichtbefriedigung des einen oder anderen
np,ch sieh ziehen würde. Unter absoluten oder unabweislichen versteht
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^än diejenigen,die gestillt werden müssen, wenn nicht das Leben,
jpjflicht^Ehre leiden oder vernichtet werden sollen,relative sind solche,
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deren Nichtbefriedigung keine so ernste Folgen nach sich zieht.
D^ese Unterscheidung macht logisch keine Schwierigkeit,tatsäch-
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lieh ist es aber sehr schwierig,die Bedürfnisse nach der Dringlichkeit,
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mit der jaie empfunden werden,zu klassiflziren: die Grenzen sind sehrschwer %u ziehen; aus dem Fortschritt der Kultur ist zu ersehen,daas
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