io.
( Petrus Damlanus a. Stenogr. p. 16 ff.) Das Portschreiten der Be-dürfnisse beweisen auch die zu allen Zelten gemeinsamen Klagen über denLuxus der unteren Klassen ( Justus Moaer'a. Stenogr. I. p. 17 oben.)
Das Nacheifern der unteren Klassen ist aber gerechtfertigt im Interesseder Nachfrage nach Massenprodukten, vor allem aber mit Rücksicht aufden eigenen Luxus der oberen Klassen, der seine Berechtigung nur darinfindet,dass er die allgemeinen Bedürfnisse hebt und damit Crund wirdzur höheren Civilisatlon. Er ist auch nur daun unberechtigt,wenn die Ge-nüsse weniger durch das Elend Vieler erkauft werden,wenn dazu notwen-dig ist,dass die Arbeiter zur Herstellung der Güter in lebensgefähr-licher oder gesundheitsschädlicher Weise beschäftigt werden,wenn durchdie Befriedigung die Moral leidet,wenn mit der äusseren Verfeinerungdie innere nicht Schritt hält.
Das Streben nach Anerkennung durch Andere macht sich aber in einervolkswirtschaftlich weitbedeutenderen Weise geltend als Streben nachMacht und Ansehen.
Die Bedürfnisse des Menschen sind unbegrenzt,auf ein befrie-digtes folgt ein neues u.s.w.f Goethes Faust),dann tritt UebersStti-gung ein, nur das Streben nach Macht bleibt als letztes und höchstesbestehen. Das Streben nach Macht ist allen Kulturstufen und Wirtschafts-Perioden gemein, nur die jeweilige Aeusserung ist verschieden, je nachder Art der Güter,die die Macht geben- nicht wie Sombart sagt,dass die-ses Streben erst mit Entstehen der kapitalistischen Epoche auftrat.Früher als noch Land in Menge vorhanden war,war die Arbeit,die Machtverlieh,also ginjjdas Streben nach möglichst viel abhängigen Arbeits-kräften- als Grund und Boden zwar noch Gemeingut war,aber als Vieh-besitz nötig ist,um das Land zu nutzen,wurde das Streben nach Viehbe-sitz das Allbeherrschende- als das Land in Sondereigentum übergegangenwar,da ging das Streben der Mächtigen nach immer mehr Landbesitz,denn