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MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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l)^&urch das Herkommen* in allen Wirtschaften,die nicht für den Welt-markt arbeiten, übt die Gewohnheit noch mBc&tigen Einfluss* bäuerli-che Wirtschaften; aber sogar im Handel,natürlich im Kleinhandel* diePreise sinken im Kleinhandel nicht immer,wenn sie im Grosshandel fal-len,w^tirend sie beim Steigen viel eher folgen.j?2)^%urch wirtschaftliche Untüchtigkeit ,welche die betreffenden Per-sonen n^cht befähigt,ihren Betrieb in der rationellen Weise einzurlch-

tan./

^3^/infclge gewisser gesellschaftlicher Anschauungen und Vorurteile*

Uebersptzung gewisser Berufe.

J^Jnfolge des Ueberwiegens der Gesichtspunkte der Technik, über dieder Wirtschaft: Ziel der Technik ist möglichste Vollkommenheit inder Ausführung eines Gedankens,während für die Wirtschaft ausschliess-lichy%iel die grösstmögliche Mehrung der Gütermenge ist.

5)/in.folge des Ueberwiegens von altruistischen Motiven über die ego-istischen: Klassengefühle,Vaterlandsgefühle die mächtigsten: z.B.Verhalten b. Streiken,sog. Sympatlestrelke etc.

Rücksichten auf den höheren Zweck, dem alles Wirtschaften dient.

3) Die natürlichen Bedingungen der Bevölkerung.

Das 17. und 13. saec. hatte ln einer grossen Bevölkerung eineder Grundbedingungen einer blühenden Volkswirtschaft gesehen; es wardie Zeit des Aufkommens des modernen Staates im Norden von Europa.Ueberall erhoben sich die modernen Staatsverwaltungen,jeder Staatsuchte seine Souveränität nach Aussen zu erweitern; hiezu waren nötig*Geld und Rekruten. Man war bemüht die Zunahme der Bevölkerung aufjede Weise zu fördern; dabei beruhte damals die Grdnung des Armeh-wesens ln dem Recht der Armen auf Unterstützung von Seite des Staa-tes. Zu dieser Zelt ,am Ausgang des 13. saec. ,der Zeit, da die