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ein Volk hält manche Dinge für ganz unentbehrlich,die einem anderenganz überflüssig erscheinen. Die VBlker des Okzident leben unter demEinfluss des alten Testaments,nach dem jeder 7. Tag ein Ruhetag ist.Das ist von der grössten wirtschaftlichen Bedeutung* Diese Vorschriftschafft dem Menschen Zeit sich wieder zu sammeln und zu erholen. ImOrient gibt es keinen Ruhetag. Nur die Japaner führten den 10. Tag alsRuhe tag ein, seitdem ist eine Steigerung der Produktion zu konsta-tiren.
Durch gesellschaftliche Einflüsse* die Mode. Hinsichtlich gewisser Le-bensgewohnheiteh,die sich häufig dem Walten des natürlichen Egoismusentgegenstellen und auch die technischen Organisationen des Wirtschaftlebens beeinflussen. Hier vor allem von Einfluss das Mass, in dem ver-schiedene religiöse Anschauungen den Schwerpunkt in das Diesseits,statt in das Jenseits verlegen.- Zinsnehmen von Stammesgenossen galt*ld etwas sittlich Verwerfliches bei allen V51kem; dieser Grundsatzführte in der katholischen Kirche zu einem allgemeinen Verbot vonChrist zu Christ. Die Folge war, dass von den Christen sich zu Dar-lehen nur die verwegensten Naturen verstanden und die Bedürftigen we-gen des geringen Angebots erst recht hohe Zinsen zahlen mussten.
Eine neue Technik macht sich als hemmend fühlbar,wenn sie al-ten Anschauungen entgegensteht.- Desgleichen zog die Sitte der Sonn-tagsheiligung der rüvkaichtalosen Ausbeutung der Arbeiter eine Schran-ke. Die vielen Feiertage dagegen machen sich häufig fühlbar als Hemm-nus zu intensiver Wirtschaft überzugehen. Ebenso machen sich beiAbschluss von Verträgen Sitten stündlich geltend.
Die Sitten unterliegen aber allmählich unter dem Druck derKonkurrenz* die Arbeiter schicken durch die Not gezwungen ihre Frauenund Kinder in die Fabriken. Die Wirtschaftsverträge degeneriren unterdem Druck der Konkurrenz* die Leute werden immer weniger heikel deneinen oder anderen Vertrag einzugehen.