*
gerte ſich, den Hut abzunehmen. Daruͤber kam es zu einem Streit, der beynahe ei—ne Stunde anhielt. Es ſehlte auch nicht an toͤchtigen Stoͤßen. Ged. P.)Koppenhagen, den 3. Aug.
Wir ſind bieher von den engliſchen Kriegsſchiffen wenig beunruhigt worden.Taͤglich kommen hier viele Schiffe an. Seit 4 Tagen liefen deren 79 ein, und 07ſegelten ab⸗ ohne vom Feind inkommodirt zu werden. Auch der große Belt iß indieſem Augenblick von feindlichen Kriegsfahrzeugen frey. Wir wiſſen nicht, woAdmiral Saumarez gegenwaͤrtig ſeine Station aufgeſchlagen habe.(K. 3.)
In den ruſſiſchen Haͤven en der Oftſee ko nimen jetzt Schiffe verſchisdener Natio-nen an. Dieſe neh nen kadangen bon Setreide, Hanf-SFlachs und von andern ruſſt-ſchen Artikeln ein, und ſo geht der Handel jetzt ziecalich lebhaft. Da aber aus demInnern von Rußland eine Menge Landesprodukte zugefuͤhrt werden, ſo ſteigen diePretſe derſelben nicht. In Getreide geſchehen ſtarke Einkaͤufe, weil von der dießgaͤh-rigen Aernte aus mehrern Gegenden ſchlimme Berichte eingehen.(H. B.)
Am 4. dieß, als am Geburtstag unſers Koͤnigs, hielt der Feldmarſchall Grafvon Kalkreuth, als Gouverueur von Berin- üͤber die ſaͤ umtliche hieſige Buͤrgermi⸗—liz Muſterung. Dieſe iſt geſchmackvoll unifornirt, und zahreich.— Die freygege-bene Ausſuhr des Getreides, des Bauholzes, und anderer Artikel aus den königlpreußiſchen Staaten bringt wieder einiges Lebenz in den Handel.— Die vor einigerZeit entſtandenen Geruͤchte von einem neuen Kriege im Rorden,- haben ich, wie es zuerwarten war, nunmehr gaͤnzlich verloren. Auch unter den preußſchen Regimentern herrſcht, ſeitdem die Kuͤſten laͤngs der Oſtee bon Stettin bis Memel gegen dieEnglaͤnder gehoͤrig beſetzt ſind, gar keine weitere Bewezung.
Leipzig , den 9 Aug.Daer Feſtungsbau von Torgau geht raſch voon Statten, weil bey demſelbenmehrere tauſend Arbeiter angeſtellt ſind. Natur und Kunſt vereinigen ſich, dieſenPatz zu einer Feſtung vom erſten Rang zu machen. Demenigen Einwohnern, de-ren Haͤuſer, Gaͤrten, oder Felder den aufzuf hrenden Werkern Platz machen mußten,iſt vor der Hand eine Entſchaͤdigung von 27 500 Thalern angewiefen worden. E.B.)Aachen , den. Aug.
Die von hier nach Paris abgegangene Deputation iſt nun wieder zurück gekom—men. Sie hat der feyerlſchen Taufe des Konigs von Rom und der Eroͤffnang desgeſetzgebenden Korps beyzewohnt. Als ſie ſich von dem Kaiſer beurtaubte, ſchenkten Se. Majeſtaͤt Ihrer guten Stadt Aachen eine große goldene Medaille, die quchvon unſern Nachkommen als ein Schatz verehrt werden wird. GA. J.
Aus der Schweiz , den re. Mug.
Die abwechſelnde Witterung, wo auf eine außerordentliche Hitze eine empfindliche Kaͤlte folgte, und andere Urſachen haben auch in unſern Kautons die rotheRuhr, Rhevmatismen, Schlagfluͤſſe ꝛc. erſeugt. Auſmerkſame Arzte mochten diealte Erfahrung, daß die Ruhr etwas Auſteckendes hade.— Iu unſern Fabrikenwird dieſen Sommer gar nicht ſtark zearbeitet, weil man ſich don den bevorſteendenFrankfurter und Leipziger Meſſen keine große Hoffnungen machen kanu.(A B
Salbug, den 12. Aus.
Die hieſigen wohlthaͤtigen Einwohner beeifern ich, den abgebronnten Einwpoh-nern des Marktes Saalfelden Gutes zu erweiſen. Auf die erſte Rachricht bon den ſiebetroffenen Ungluͤck gien zen von hier und auch aus andern denachbarte 1Gegenden Wa-gen mit Lebensmitteln und Kleidungsſtcken dahin ab. Im hiekgen kbufgl Thea—ter wurde Jolanta zu ihrem Beſten gegeben, welche Vorſte ung zes Gulden dwarf.Vor Allen aber eilte unſer allgemein verehrter und gelie ter Kronprinz, die gutenSaalfeldner werkehaͤtigſt zu unterſtuͤtzen.(S. B.)