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10 (1839)
Entstehung
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Zur Geschichte und Litteratur. Vierter Beytrag.

die Widersprüche zu heben, die sich in den verschiedenen Erzäh-lungen der Evangelisten finden; und sie auf eine leichtere, na-türlichere Art zu heben, als es in den gewöhnlichen Harmoniccngeschehen ist.

§. Daß er dabcv sich ja nicht auf dieses und jenes Werkzu sehr verlasse, dessen vielversprechender Titel ihm etwa nurbekannt ist. Ditton hat freylich die Wahrheit der christlichenReligion ans der Auferstehung demonstrarivisch erwiesen. Abercr hat die Widersprüche der Evangelisten ganz Übergängen; ent-weder weil cr glaubte, daß diese Widersprüche schon längst aufdie uuwidcrsprechlichste Weise gcbobcn wären, woran ichzweifle; oder weil er dafür hielt, daß seine Demonstration,ohngcachtct aller dieser Widersprüche, in ihrer ganzen Stärkebestehen könne, wie auch mich dünkt.

§. Eben so ist TH- Sherlok in seiner gerichtlichen Prü-fung der Zeugen der Auferstehung verfahren. Er erklärtet, daßdie eigentlichen Zeugen allen Glauben verdienen; aber aus dieWidersprüche in den Erzählungen der Evangelisten läßt cr sichnicht ein.

§. Der einzige Gilbcrt Mcst hat diese Widersprüche znmTheil mit in scincn Plan ziehen zu müssen geglaubt. Wenindcß scine ewigc Vervielfältigung der nchmlicbcn Personen undErscheinungen beruhigen kann, der muß so schwer eben nicht zuberuhigen scon.

H. Folglich findet der Mann, der die Unlrüglichkcit derEvangelisten in jedem Worte behauptet, auch hier nocb nnbc-arbcitctcs Feld genug. Er versuche es nun, und beantwortedie gerügten zehn Widersprüche unsers Fragments. Aber crbeantworte sie alle. Dcnn diesem und jcncn nur etwas wabr-schciulichcs entgegen setzen, und die übrigen mit trünnphircndcrVerachtung übergehen, heißt keinen beantworten.

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