Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
60
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Eine Tuplik.

zuverlässig wüßte, und ich mir seine Bekanntschaft durch Offen-herzigkeit und Wahrheitsliebe zu erwerben hoffen durste. Aberich weiß seinen Namen nicht; und er weiß meinen.

Er weiß ihn; ob er ihn schon nicht genannt hat. Er hatmich namentlich ganz aus diesem Streite gelassen; es ist ihmkeine einzige nachthcilige Beziehung auf mich entfahren. Erhat mich für das genommen, was ich bin. Für einen Aufsehervon Bücherschatzcn, der (wie diese Leute einmal sind!) sich un-bekümmert läßt, ob das Seltene, das er mittheilet, auch inallem Betracht gut ist, oder nicht; wenn es nur selten ist. Da-für hat er mich genommen; und ich danke ihm aufrichtig, daßer mich wenigstens für nichts Schlimmcrs genommen.

Nur bcdaurc ich zugleich, daß ich mich bey seiner Darstel-lung auf eine vermeynte Hcrausfodcrung in derjenigen Entfer-nung nicht halten kann, in welcher mich zu halten, er mirso gütig srcystellcn wollen. Und das zwar aus folgender Ur-sache nicht.

Wenn es wahr ist, daß mein Ungenannter ein eben so un-wissender, als boshafter Mann ist; wenn es wahr ist, daß alleseine Einwürse, alle seine gerügten Widersprüche, nnzähligmalschon gemacht und gerügt, aber auch bereits eben so oft abge-wiesen und beantwortet worden; wenn es wahr ist, daß erschnurstraks wider einander lausende Behauptungen in der Auf-crstchungsgcschichte gefunden, blos weil er sie finden wollen,nicht weil er das Unglück gehabt, sie wirklich dafür zu halten;wenn es wahr ist, daß man blos seine Schmähschrift in dieeine und die Bibel in die andere Hand nehmen darf, um bei-den Gerechtigkeit wiedcrfahrcn zu lassen; wenn alles das wahrist: (der Spruch ist gerecht! Ich spreche ihn über mich selbstaus; breche über mich selbst den Stab!) so bin ich, ich seinvon ihm ungebetener Herausgeber, nicht allein eben so strafbar,sondern noch weit strafbarer, als er selbst.

Und das, das sollte ich (Mit dem Se>-n hat es keineNoth. Daß ich das nicht bin, braucht nur Einer zu wissen.Der weiß es.) das sollte ich ruhig auch nur scheinen wol-len? Ich müßte nicht wisse», daß die Welt mehr darauf ach-