Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
83
Einzelbild herunterladen
 

Eine Duvlik,

5c!

gangen.Wenn er nun v. ?. 10. meldet, daß die beydein Grabe vorgefallene Erscheinung den Jüngern treulich be-lichtet sey" Was? wie? in diesen angezogncn Versi-kcln soll die Erscheinung, welche die Weiber ohne die Mariagehabt, berichtet seyn? und getreulich berichtet seyn? Habe ichden rechten Marcus nicht vor mir? oder hatte ihn mein Nach-bar nicht vor sich? Zn diesen Versikeln wird ja eine ganz andreErscheinung, die Maria Magdalcna ganz allein gehabt, vonder Maria Magdalcna ganz allein, den Züngern berichtet. Undes ist so wenig wahr, daß unter der Erzählung dieser Erschei-nung, welches eine Erscheinung Christi in eigner Person war,jene erste Erscheinung, welche beym Marcus und Lucas nurcinc Erscheinung von Engeln ist, mit begriffen gewesen, daß sieschlechterdings nicht mit darunter begriffen gewesen seyn kann;indem Marcus in dein vorhergehenden 8ten Versikcl, ausdrück-lich sagt, daß die Weiber von ihrer Erscheinung der Engelkeinem Menschen ein IVorr gesagt; o^'ckxv-, o^-ckev -^ov.Aber hören wir den Nachbar nur erst ganz aus.WennMarcus nun v. s>. 1<Z. meldet, daß die bey dem Grabe vor- gefallene Erscheinung den Jüngern treulich berichtet sey, sonennt er unter den Erzählern die allein, welche er v. 4. zu-crst nannte, und erwartet billig von seinen Lesern, daß siesie sich wicdcr in der schon berührten Gesellschaft denken sol-lcn." Aber was hilft es denn, daß der Leser so billig ist,als ihn nicht Marcus, sondern der Nachbar verlangt? Washilft es denn? Gut, Maria ist nun wieder in der Gesellschaftder übrigen Weiber: diese übrigen Weiber sagen ja keinemMenschen ein IVorr, o^cke,', von ihrer bey dem Grabe

gehabten Erscheinung. Woher wußte denn Maria etwas davon?Wie kann sie den Jüngern etwas treulich berichten, wovon sieganz und gar nichts weiß? Oder mcmicn Sie wohl, lieber Nachbar,daß das »^-5?i,t o^tki', keinem Menschen ein IVorr, hier nichtso genau zu nehmen, weil es doch nur von Wcibcrchen gesagtwerde; weil es ganz unglaublich, weil es moralisch unmöglichsey, daß Wcibcrchen von einer Erscheinung o^vi oiÄxi>, kei-nem Menschen ein Wort solllcn gesagt haben; weil Wcibcrchendoch immcr cinen guten Freund oder cinc gute Frcundiu habcn,

k"