(5uic Tuplik.
Erklättliig sciiicr Worte ihn mit andern vergleichen, niid ihndadurch in Widerspruch mit sich selbst bringen muß. — Zchdächte nicht, daß jemand in der Welt dieses in Abrede scvnkönnte. Denn woher weiß man, ob der Geschichtschreiber, denich so auf seine Kosten mit andern übercinstimmig machen, mitdiesen andern hat übercinstimmig seyn wollen? Ob er nichtvielmehr eben da, wo er mit andern nicht übereinkömmt, dieseandere stillschweigend hat widerlegen wollen? — Und nun meineFrage!-Wenn dem so ist: sollte man nicht die nehmliche Ge-rechtigkeit, die wir jedem weltlichen Geschichtschreiber erweisen,vor allen Dingen den Evangelisten, die doch auch Geschichtschrei-ber seyn sollen, und sind, wicdcrfahren lassen, ehe und bevorwir sie zu Werkzeugen des h. Geistes machen, der sich ihrer ausso verschiedene Art bedienen konnte?
Sollten wir das; wäre es nicht mehr als billig: wo bliebeeure Harmonie, Wortklauber, Sinnvcrdrehcr? Eure! Zch meynenicht jene bessere, die sich begnügt, ein einstimmiges Resultatzu erhalten, und kleine Ncbcnumstände, die in diesem nichtsverändern, so verschieden, so widersprechend seyn läßt, als siewollen. Zch meyne nicht eine Harmonie, mit der sich dieChristen zu iLalianus Zeiten begnügten. Zch meyne eine Osian-drische, oder wie die gemilOenen Osiandrischcn Namen babcn,(denn sie sind doch alle mehr oder weniger Osiandrisch;) —kurz eine Harmonie, wie sie nur in dem L.'nthcrthumc entstandenist, wie sie nur in dem falsch verstandenen ^uthcrthmnc entste-hen können. Diese, diese Harmonie wächserner Nasen, dieeinen jeden Evangelisten in jeder Sylbe retten will, um ausihnen allen ein Ding zusammen zu setzen, das kein einzigerEvangelist für das Seine erkenne» würde; diese Harmonie, ge-gen welche allein die Einwürfe meines Ungenannte» gerichtetsind, die allein diese Einwürfe hervorgebracht hat: wo bleibtsie? wer braucht sie? wer mag sie? wen» wir die Evangelistenvor allererst als gesunde natürliche Menschen schreiben lassen.
Za, denkt der Orthodorist: die Evangelisten sind aber auchnicht gesunde natürliche Menschen; sie sind weit mehr. Nundann; so scheue ich mich nicht zu sagen, daß ihnen dieses XNchrsehr theuer zu stehen kommt. Man hat jeden von ihnen ein-