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eine Tuplik.
Scite ciiics Sonnenstäubchens mit dessen linker, wagt man es,dem Lucas ein Verbrechen zu machen? — Sie wären es fähigdiese Herren, ihre harmonische Mißhandlung so zu rechtfertigen. —
Wahr ist es, daß ihnen schon Tartan gcwisscrmaasscn vor-gegangen, als welcher den 49ten Vcrsikel in dem letzten Kapi-tel des Lucas, auf eine eben so gewaltsame Art trennet, nndzwischen das wicdcrhohltc Versprechen Christi, seinen Züngcrndie Vcrhcissung seines Vaters zu senden, und den unmittelbardaraus folgenden Befehl, in Jerusalem zu bleiben, ich weißnicht wie viel Erscheinungen noch einschaltet, deren die andernEvangelisten gedenken. Aber wie dieses überhaupt für sie nichtsbeweisen, sondern nur zeigen würde, wie früh es scbon Leutegegeben habe, die sich alles mit den Evangelisten erlaubet, umnur ein Ganzes aus ihnen zusammensetzen zu können, das nachihrem Kopfe wäre: so antworte ich hierauf noch Folgendes ins-besondere. Vors erste ist noch eine große Frage, ob wir denwahren Tatian haben, orvcyrcns, hätten wir ihn auch, undwäre es eben derselbe, den uns Victor Capu«nus ausbeballcu:so ist klar, daß sein Werk nichts weniger als eine Harmo-nie, in dem uns gebräuchlichen Verstände dieses Wortes, isl,oder scvn soll; es ist ein bloßer Faden, ans welchen er tulitvrtju-llitor die Erzählungen der Evangelisten gcrcihct; es ist einbloßes o-vv7-o,t>.ov> dessen sich die gemeinen Cbristcn in
aller Einfalt bedienten. Drittens bitte ich nicht zu vergesse»,daß die rechtgläubige Kirche mit der Arbeit des Tatian nurschlecht zufrieden war; nicht allein wegen vcrschicdncr Auslassun-gen, die er zu Gunsten seiner Enkratitischcn Irrthümer machte,sondern auch wegen der Zusammensetzung des bcvbehaltcncnund unverfälschten Tcrtcs der Evangelisten selbst. Denn Thco-Sorcl giebt ihm eine xuxu^>),l«v vv^^xi^c,- Schuld,worunter ich mir nichts anders denken kann, als daß er, woes ihm vorthcilhaft gewesen, solcher gewaltsamen Trennungender Worte des Herren mehrere zu machen sich unterstanden,als diese eine ist, die in dem Werke etwa noch übrig geblieben,das gegenwärtig seinen Namen führt.
Wenigstens ist gewiß, daß keiner von den nachfolgendenKirchenvätern, weder die Trennung des 4l»tcn Vcrsilcls, noch
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