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10 (1839)
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(5ine Vuplik.

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illuil, «zunil t.'alil.-na intorz,retat»r rovolittln: wo sonst, als in Ga-liläa, offenbarte sich Christus zuerst in derjenigen Gestalt, inwelcher er dem Vater gleich ist?

Wie nüchtern! wie nüchtern! werden mir die Ercgctcn seitheute nnd gestern zurufen. Meine Herren, es kann wohlseyn. Und obschon auch-Hleron>-mus an einem andern Orte, (")wo er sich vermuthlich besann, daß jene der Hcdibia gegebeneAntwort nicht weit reichen möchte, sogar zu einer mystischenAuslegung seine Zuflucht nimmt: die im'stischcn, so wie die alle-gorischen Auslegungen, sind freylich ein wenig nüchtern. Gleich-wohl, ich muß es nur zu meiner Schande gestehen, dienüchternste von allen mystischen und allegorischen Auflösungenunauflöslicher Knoten, dünkt mich unendlich besser, als Ihrealcrandrischcn, meine Herren, mit dem Schwcrdtc. Denn jenesind doch nur Spiele, leere Versuche: und Ihre, sind Miß-handlungen, thätige Ncrgchungen, die Sie, an einem blos mensch-lichen Schriftsteller auszuüben, sich selbst schämen würden.

Ehe ich hierüber bittrer werde, will ich nur weiter gehen.Neunter IViScrsprncl).

Nach dem Marchöus geschieht die Erscheinung in Galiläaauf einem Berge, dahin Christus seine Jünger beschicdcn hatte:nach dem Johannes geschieht sie am User des GaliläischcnSees bey Tiberias. Da und dort unter ganz vcrschicdncnUmständen."

Das giebt mein Nachbar mit beiden Händen zu. Nur istdem guten Mann sehr traurig, daß ein Mensch, der doch Bergnnd See unterscheiden könne, aus zwcv so sichtbar vcrschicdncnErscheinungen lieber einen Widerspruch schmieden, als sie unter-scheiden rvollcn.

Endlich steht einmal das Wörtchen wollen am rechten Orte.Der Ungenannte rvollrc nicht: weil er glaubte, nicht zu dürfen.Der Nachbar aber will: ohne sich zu bekümmern, ob er Varf.

Zwar sagt der Nachbar, daß weder Matthäus noch Jo-hannes den Ungenannten auf irgend eine Weise veranlassenkönnen, beide Erscheinungen für eine zu halten: daß es folglich

(°) in AÜUIUwUlli.