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Axiomata.
Daß es dieses nicht ist, läßt sich weniger aus der Muthmaßungerklären, daß es mir ein Formular für Täuflinge seyn sollen,als daher, daß es den mündlich überlieferten Glauben enthält,der zur Zeit seiner Abfassung, als man die Bücher des N. Te-staments so sorgfältig noch nicht durchsiebt hatte, auch denGrund noch nicht erkannte, sie so sorgfältig durchsieben zu müs-sen, gänge und gäbe war.
Doch wo gcrathc ich hin? — Wohin der Hr. Pastor mirleichter ein Kreutz nachschlagen kann, mir lieber einen Fluchnachrufen wird, als mir folgen. — Also zurück und weiter.
Vlll. 8.
IVar ein Acilranm, in welchem sie (die christliche Religion)bereits so ausgebreitet war, in welchem sie sich bereits sovieler Seelen bemächtiget hatte, uns in welchem gleichwohlnoch kein Buchstabe ans dem von ihr aufgezeichnet war,was bis auf uns gekommen ist: so muß es auch möglichseyn, Oasj alles, was Sie Evangelisten und Apostel geschrie-ben haben, wiederum verloren gienge, und die von ihnengelehrte Religion doch bestünde-
Es ist nicht spöttische Parodie, es ist mein herzlicher Ernst,wenn ich zum Theil die Worte des Hru. Pastors gegen ihnselbst kehre, und sage: „Bey aller Achtung, welche ich für die„sonstige Geschicklichkcit und Verdienste des Hrn. Pastors um„die theologische Litteratur habe, kann ich mich doch nicht ein-brechen, das, was er gegen diesen Satz erinnert, entweder für„höchst gefährliche Heterodorie, oder für höchst hämische Ver-leumdung zu erklären." — Er wähle! Auch steht ihm bey-des zu Diensten.
Zuerst also: seine Erinnerungen von Seiten der Verleum-dung. — Ein handgreifliches Sophisma! ruft er. Ey! Aberdoch wohl nicht, nur für einen Mann, an dem die Hand ver-ständiger und rechtgläubiger ist, als der Kopf? „Denn, sagt er,„man setze nur für die Worte: in welchem gleichwohl noch„kein Buchstabe aus dem von ihr aufgezeichnet war, was„bis auf uns gekommen ist, diese, in welchem gleichwohl„noch kein lVort aus dem von ihr gepredigel war, was„bis auf uns gekommen ist; so wird uns die Falschheit des-