Anli-Gocze. Dritter.
179
in einer gewissen Komödie, die man vor gewissen Leu-ten nicht gern nennet. Er ist für meinen Ruhm — ha! wasliegt an dieser Seifenblase? — er ist für meine Seligkeit sobesorgt! Er zittert so mitleidig vor meiner Todesstunde! Ersagt mir so gar hier und da recht artige Dinge, — nur damites mich nicht allzusehr schmerze, daß er mich ans Sem Hansemeines Vacers wirft.
<^o ülorilieur I^o^al porte uu air Iiivu (lelo^sl!
Doch was thut alles das zur Sache? Laßt uns die Be-schuldigungen selbst vornehmen. — Genug, daß mich mein Her;nicht verdammet, und ich also, mit aller Freudigkeit zu Gott,einem jeden intoleranten Heuchler, der mir so kömmt, dieLarve vom Gesicht reisten darf, — und reisten rvill, — sollteauch die ganze Haut daran hangen bleiben!
Aon meinen mittelbaren Angriffen demnach zu erst. --Unter diesen versteht der Hr. Hauptpastor „den von mir ver-anstalteten Druck der Fragmente, und die von mir übcrnom-„mcnc Advocatur des Verfassers derselben."
Jenes ist notorisch: ich kann es so wenig leugnen, als iches leugnen möchte, wenn ich auch könnte. Dieses will ichdurchaus von mir nicht gesagt, — wo möglich auch nicht gedachtwissen. Wenigstens in dem Sinne nicht, welchen der Hr. Haupt-pastor damit verbindet.
Ich habe die Fragmente drucken lassen: und ich würde sienoch drucken lassen, wenn mich auch aller Welt Goezen darüberin den tiefsten Abgrund der Hölle verdammten. Die Gründe,warum ich es mit gutem Gewissen thun zu können geglaubt,habe ich verschiedentlich auch schon beygebracht. Aber Hr. Goezcwill mir nicht eher zugestehen, daß diese Gründe das geringsteverfangen, als bis ich ihn überführe, daß die nehmlichen Gründemich rechtfertigen würden, „wenn ich Fragmente drucken liesse,„in welchen die Gerechtsame des hohen Hauses, dem ich diene,„die Ehre und Unschuld der ehemaligen großen und unbeschol-tenen Minister desselben, und selbst des regierenden Herrn, so„angegriffen würden, als dort, in jenen Fragmenten, die„Wahrheit der christlichen Religion, die Ehre und Unschuld
12 ^