Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
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Auti-Goezc. Ncuntcr.

tcn habe» müssen, wenn die vernünftige Religion in einenvernünftigen Gottesdienst übergehen soll. Alles, was er vondiesem, von diesem Einflüsse insbesondere, sagt, trägt das un-vcrkcnnlichste Merkmahl, daß eS ans einem eben so erleuchte-ten Kopfe, als reinem Herzen geflossen; und ich kann mir un-möglich einbilden, daß in eben diesen Kopfe bey eben diesen cr-crhabcncn Einsichten, in eben diesen Herzen bey eben diesencdeln Neigungen, tolle vorschliche Irrthümer, kleine eigennützigeAffcctcn Hausen und herrschen können. In oocloiil poetoio, sagtLUlinctilian, nullum oft konostorum tui-piumlzuiz contc» tiui»: vtcoZitsro n^itiina flmul so clotorrima non mogis vst unius l>»ii>>i,«/»am vjusclom komia!« Iionum vsfo ac malum. Das also,das war es, warum ich meinen Ungenannten einen ehrlichenunbescholtenen Mann nennen zu können glaubte, ohne aus sei-nem bürgerlichen Leben Beweise dafür zu haben!

Freylich glaubte ich einmal, ihn in der Person des Wert-heimischen Bibclübcrsctzers näher zu kennen; und noch kürzlichhätte mich die ungcsuchte Aeusserung eines hiesigen ehrlichenMannes in solchem Glauben bestärken können. Dieser Mannhat ehedem, wie noch gar wohl bekannt, mit Schmiden vielenUmgang gepflogen; und ich habe sein schriftliches Zeugniß inHänden. Doch Herr XNascho hat durch so viel Schlüsse -» iiiimeinen Wahn, oder wofür er es sonst halten mag, so kräftigbcsirittcn, daß ich ganz und gar keine Achtung für dergleichenSchlüsse in redus s-ieti haben müßte, wenn ich nicht wenigstenssollte zweifelhaft geworden scvn. Zwar hinken einige dieserSchlüsse ein wenig sehr; z. E. der, welcher von der WölfischenPhilosophie hergenommen ist, die sich ScbmiV so ganz zu ei-gen gemacht hatte, und von welcher bey meinem Ungenanntenkeine Spur zu finden seyn soll. Denn mit Erlaubniß desHerrn Mascha, das eben angeführte erste Buch ist ganz aufWölfische Definitionen gegründet; nnd wenn in allen klebrigendie strenge mathematische Methode weniger sichtbar ist, so hatja wohl die Materie mit Schuld, die ihrer nicht sähig war.Auch muß ich dem Herrn Mascho aufrichtig bekennen, daß ichnicht einsehe, wie mein Vorgeben, die Handschrift des Ungc-nanntcn habe wenigstens ein Alter von 3l1 Zahrcn, darum