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10 (1839)
Entstehung
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243
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Nöthige Antwort auf cinc sehr nnnöthige Frage. ?HZ

tigcr zu erweise», als die Anthentie der NcutestamcntlichcnSchriften. °)

§. Iti.

Auf die unstreitig erwiesene Anthentie der liegula lillei,ist auch weit sichrer, die Göttlichkeit derselben zu gründen, alsman izt auf die Authcntic der Ncutcstamcntlichcn Schriftcn der-selben Inspiration gründcn zu können vcrmcynet; welches eben,um es beyläufig zu sagen, der neu gewagte Schritt ist, wel-cher den Bibliothekar mit allcn neumodischen Erweisen der Wahr-heit der christlichen Religion so unzufrieden mackt.

H. 17.

Auch nicht einmal als authentischer Commentar der gestimm-ten üeZuI-t iicioi sind die Schriften der Apostel in den erstenJahrhunderten betrachtet worden.

§. 18.

Und das war eben der Grnnd, warum die älteste Kirchenie erlauben wollte, daß sich die Ketzer auf die Schrift berie-fen. Das war ebc-n der Grund, warum sie durchaus mit kei-nem Ketzer aus der Schrift streiten wollte.

§. 19.

Der ganze wahre Werth der Apostolischen Schriftcn, in Ab-sicht der Glaubcnslchrcn, ist kein andcrcr, als daß sie unterdcu Schriften der Christlichen Lehrer obenan stehen; und") sofern sie mit der liogula lulo! übereinstimmen, die ältesten Be-läge derselben, aber nicht die Quellen derselben, sind.

§. 20.

Das Mehrere, was sie über die Üc-Fulu, ticloi enthalten, ist,nach dem Geiste der ersten vier Jahrhunderte, zur Seligkeit nichtnothwendig; kann wahr oder falsch seyn; kann so oder so ver-standen werden.

Diese Sätze habe ich aus eigner sorgfältigen, mehrmaligenLesung der Kirchenväter der ersten vier Jahrhunderte gcsamm-lct; und ich bin im Stande mich mit dem gelehrtesten Patristi-kcr darüber in die schärfste Prüfung einzulassen. Der Belesenste

°) Dieser ^paragrapl» fehlt der Ausgabe von 1791, aber die Ziffern »derden folgenden sind erst in den spätere» Nachdrücke» verändert.°°)das; sie," 179l,

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