Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
258
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258 Ernst und Falk.

Falk.

Ich kann dir das nicht widersprechen.

Ernst.

Und was für einen Antrieb mehr! Der alle andreAntriebe verkleinert, verdächtig macht! sich selbst für den stärk-sten nnd besten ausgicbt!

Falk.

Freund, sey billig! Hyperbel, Quidproquo jener schalenReden und Lieder! Probewcrk! Züngerarbeit!

Ernst.

Das will sagen: Bruder Redner ist ein Schwätzer.Falk.

Das will nur sagen: was Bruder Redner an den Frcymäu-rcrn preiset, das sind nun freylich ihre Thaten eben nicht.Denn Bruder Redner ist wenigstens kein Plauderer; und Tha-ten sprechen von selbst.

Ernst.

Za, nun merke ich worauf du zielest. Wie konnten siemir nicht gleich einfallen diese Thaten, diese sprechende Thaten.Fast möchte ich sie schreyende nennen. Nicht genug, daß sichdie Freymäurcr einer den andern unterstützen, auf das kräftigsteunterstützen: denn das wäre nur die nothwendige Eigenschafteiner jeden Bande. Was thun sie nicht für das gcsammtcPublicum eines jeden Staats, dessen Glieder sie sind!

Falk.

Zum Exempel? Damit ich doch höre, ob du ans derrechten Spur bist.

Ernst.

Z. E. die Freymäurcr in Stockholm ! Haben sie nicht eingrosses Findelhaus errichtet?

Kalk.

Wenn die Freymäurcr in Stockholm sich nur auch bey ei-ner andern Gelegenheit thätig erwiese» haben.

Ernst.

Bey welcher andern?

Falk.

Bey sonst andern; meyue ich.