Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
261
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A UN.

vrstcS Gespräch.

261

Ernst.

O geh! Dll hast mich zum besten.

Falk.

Wahrlich nicht. Aber sich! dort fliegt ein Schmetterling,den ich haben muß. Es ist der von der Wolfmilchsrauvc.Geschwind sage ich dir nur noch: die wahren Thaten der Frey-manrer zielen dahin, um größten Theils alles, was man ge-meiniglich gute Thaten zu nennen pflegt, -entbehrlich zu machen.

Ernst.

Und sind doch auch gute Thaten?

Falk.

Es kann keine bessere geben. Denke einen Augenblickdarüber nach. Zch bin gleich wieder bey dir.

Gute Thaten, welche darauf zielen, gute Thaten entbehrlichzu machen? Das ist ein Räthsel. Und über ein Räthseldenke ich nicht nach. Lieber lege ich mich indeß unter denBaum, und sehe den Ameisen zu.

Nun? wo bleibst du denn? Und hast den Schmetterlingdoch nicht?

Er lockte mich von Strauch zu Strauch , bis an den Bach.Auf einmal war er herüber.

Ueber was? Ueber dein Räthsel? Zch werde ihn auchnicht fangen, den schönen Schmetterling! Darum soll er miraber auch weiter keine Mühe machen. Einmal von der Frcy-mäurcrcy mit dir gesprochen, und nie wieder. Denn ich seheja wohl; du bist, wie sie alle.

Ernst.

Zweytes Gespräch.Ernst.

Falk.

Ernst.

Za, ja. Es gibt solche Locker!

Falk.

Hast du nachgedacht?

Ernst.