Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
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276
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Ernst und Falk.

Falk.

Recht! Diesen entgegen wie sagtest du? entgegenzu arbeiten?

Ernst.

Za!

Falk.

Das Wort sagt ein wenig viel. Entgegen arbeiten!Um sie völlig zu heben ? Das kann nicht seyn. Denn manwürde den Staat selbst mit ihnen zugleich vernichten. Siemüssen nicht einmal denen mit eins merklich gemacht werden,die noch gar keine Empfindung davon haben. Höchstens dieseEmpfindung in dem Menschen von weiten veranlassen, ihr Auf-keimen begünstigen, ihre Pflanzen versetzen, bcgätcn, beblat-ten kann hier entgegen arbeiten hcisscn. Begreifst du nun,warum ich sagte, ob die Frcymäurcr schon immer thätig wären,daß Iabrhundcrtc dennoch vergehen könnten, ohne daß sich sa-gen lasse: das haben sie gctban.

Ernst.

Und verstehe auch nun den zweyten Zug des RäthselsGute Tbatcn, welche gute Thaten entbcbrlich machen sollen.

Falk.

Wohl! Nun geh, nnd studiere jene Uebel, und lernesie alle kennen, und wäge alle ihre Einflüsse gegen einander ab,nnd sey versichert, daß dir dieses Studium Dinge aufschlicsscnwird, die in Tagen der Schwcrmnth die nicdcrschlagcndstcn, un-auflöslichsten Einwürfe wider Vorsehung und Tugend zu seynscheinen. Dieser Aufschluß, diese Erleuchtung wird dich ruhigund glücklich machen; auch ohne Freymäurcr zu heisscn,

Ernst.

Du legest auf dieses heisscn so viel Nachdruck.Falk.

Weil man etwas seyn kann, ohne es zu hcisscn.Ernst.

Gut das! ich versteh Aber auf meine Frage wieder zukommen, die ich nur ein wenig anders einkleiden muß. Da ichsie doch nun kenne, die Uebel, gegen welche die Freymäurcrcyangehet