Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
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288
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Ernst und Falk.

Ernst.

Der Mann Gottes spricht dem Volke von einem Lande, daMilch und Honig innen fließt, nnd das Volk soll sich nicht dar-nach sehnen? Und soll über den Mann Gottes nicht murren,wenn er sie, anstatt in dieses gelobte Land, in dürre Wüsten führt ?

Falk.

Nun, nun! Der Schade kann doch so groß nicht seynDazu sehe ich ja, daß du schon bey ven Gräbern unserer Vor-fahren gearbeitet hast.

Ernst.

Aber sie waren nicht mit Flammen, sondern mit Rauchumgeben.

Falk.

So warte, bis der Rauch sich verzicht, und die Flammewird leuchten und wärmen.

Ernst.

Der Rauch wird mich ersticken, ehe mir die Flamme leuch-tet, nnd wärmen, sehe ich wohl, werden sich Andere an ihr,die den Rauch besser vertragen können.

Falk.

Du sprichst doch nicht von Leuten, die sich vom Rauchgern beissen lassen, wenn es nur der Rauch einer fremden fet-ten Küche ist?

Ernst.

Du kennst sie also doch?

Falk.

Ich habe von ihnen gehört.

Ernst.

Um so mehr, was konnte Dich bewegen mich auf dies Eiszu führen? Mir dazu Sachen vorzuspiegeln, deren UngrundDu nur allzuwohl wußtest?

Falk.

Dein Verdruß macht Dich sehr ungerecht Ich sollte mitDir von der Freymaurerey gesprochen haben, ohne es mehrals auf eine Art zu verstehen zu geben, wie unnütz es sey, daßjeder ehrliche Mann ein Frcymaurcr werde wie unnützenur? ja, wie schädlich.