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Ernst und Falk.
und Fürsten sich Privilegien geben lassen; das Anschn und dieGewalt derselben zu Unterdrückung der Brüder anwenden, dieeiner andern Obscrvanz sind, als der, die man so gern zumWesen der Sache machen mögte — Wenn das in die Langegut geht! — Wie gern will ich falsch prophczcyct haben!
Ernst.
Ze nun! Was kann denn werden? Der Staat fährt itztnicht mehr so zu. Und zudem sind ja wohl unter den Personen,die seine Gesetze machen, oder handhaben, selbst schon zu vielFreymaurcr —
Falk.
Gut! Wenn sie also auch von dem Staate nichts zu be-fürchten haben, was denkst Du wird eine solche Verfassungfür Einfluß auf sie selbst haben? Gerathen sie dadurch nichtoffenbar wieder dahin, wovon sie sich losreisscn wollten? Wer-den sie nicht aufhören zu seyn, was sie seyn wollen? — Ichweiß nicht, ob du mich ganz verstehst —
Ernst.
Rede nur weiter!
Falk.
Zwar! — ja wohl — nichts dauert ewig — Vielleicht solldieses eben der Weg seyn, den die Vorsicht auscrschcn, demganzen jetzigen Schema der Frcymaurcrcy ein Ende zu machen —
Ernst.
Schema der Frcymaurerey? Was nennst Du so? Schema?Falk.
Nun! Schema, Hülle, Einkleidung.
Ernst.
Ich weiß noch nicht —
Falk.
Du wirst doch nicht glauben, daß die Freymaurcr immerFrcymaurcrcy gespielt?
Ernst.
Was ist nun das? Die Freymaurcr nicht immer Frcymau-- rerey gespielt?
Falk.
Mit andern Worten! Meinst Du denn, daß das, was die