Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
295
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Viertes Gespräch,

2>16

freylich, die sich die Farbe zu ihrem Rocke nicht selbst wäh-len Wir sind unter uns so gute Gesellschaft"

Falk.

Und wie gute Gesellschaft sind sie denn?

Ern st.

Ey nun! Daran habe ich allerdings weiter nichts auszusetzen,als daß es nur gute Gesellschaft ist, die man in der Welt somüde wird Prinzen, Grafen , Herrn von, Officiere, Räthevon allerley Beschlag, Kaufleute, Künstler alle die schwär-men freylich ohne Unterschied des Standes in der Loge untereinander durch Aber in der That sind doch alle nur vonEinem Stande, und der ist leider - - - .

Falk.

Das war nun wohl zu meiner Zeit nicht so Aber doch!Zch weiß nicht, ich kann nur rathen Ich bin zu langc Zeitausser aller Ncrbindung mit Logen, von welcher Art sie auchseyn mögen Zn die K>oge vor lerzt, auf eine Zeit, nichtkönnen zugelassen werden, und von der Frc>maurcrey ausge-schlossen seyn, sind doch zwey verschiedene Dinge.

Ernst.

Wie so?

Falk.

Weil Loge sich zur Frcymaurcrcy verhält, wie Kirche zumGlauben. Aus dem äusseren Wohlstände der Kirche ist für den(Glauben der Glieder nichts, gar nichts, zu schlicsscn. Vielmehrgiebt einen gewissen äusscrlichen Wohlstand derselben, vondem cS ein Wunder wäre, wenn er mit dem wahren Glaubenbestehen könnte. Auch haben sich beyde noch nie vertragen,sondern eins hat das andere, wie die Geschichte lehrt, immerzu Grunde gerichtet. Und so auch, fürchte ich, fürchte ich

Ernst.

Was?

Falk.

Kurz! Das Logen-Wesen, so wie ich höre, daß es itzt gc-gctricbcn wird, will mir gar nicht zu Kopse. Eine Easse ha-ben ; Eapitalc machen; diese Eapitalc belegen; sie auf den bestenPfenning zu benutzen suchen; sich ankaufen wollen; von Königen