Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
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298
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Ernst und Falk.

Falk.

Scy ohne Sorge. Der Frcymaurcr erwartet ruhig den Auf-gang der Sonne, und läßt die Lichter brennen, so lange siewollen und könncn Die Lichter auslöschen und, wenn sieausgelöscht sind, erst wahrnehmen, daß man die Stümpfe dochwieder anzünden, oder wohl gar andre Lichter wieder aufsteckenmuß; das ist der Frcymaurcr Sache nicht.

Ernst.

Das denke ich auch Was Blut kostet, ist gewiß keinBlut werth.

Falk.

Vortrefflich! Nun frage, waö Du willst! Ich muß Dirantworten.

Ernst.

So wird meines Fragens kein Ende seyn.

Falk.

Nur kannst Du den Anfang nicht finden.

Ernst.

Beistand ich Dich, oder verstand ich Dich nicht, als wirunterbrochen wurden ? Widersprachst Du Dir, oder widersprachstDu Dir nicht? Denn allerdings, als Du mir einmal sag-test: Die Zrcymanrcrey scy immer gewesen, verstand ich esalso, daß nicht allein ihr Wesen, sondern auch ihre gegenwär-tige Berfasfung sich von undenklichen Zeiten hcrschrcibc.

Falk.

Wenn es mit beiden einerley Bewandtnis; hätte! IbrmiWesen nach ist die Frcymaurcrey eben so alt, als die bürger-liche Gesellschaft. Beyde konnten nicht anders als mitcinan0crentstehen Wenn nicht gar die bürgerliche Gesellschaft nurein Sprößling der Frcymaurcrey ist. Denn die Flamme imVrcnnpunctc ist auch Ausfluß der Sonne.

Ernst.

Auch mir schimmert das so vorFalk.

Es scy aber Mutter und Tochter, odcr Schwcstcr undSchwester; ihr beiderseitiges Schicksal hat iimncr wcchsclscilig