Ueber die Fabel» aus d. Zeiten b. Minnes. 2te Entdeckung. JZ5
Donenus also, Donerms, nicht Rievenbnrg oder Rieden-berg, hat unser alter Fabeldichter geheißen. Was kann deut-licher, was kann unstreitiger seyn?
Alles was sich zu Gottscheds Entschuldigung noch etwa sa-gen liesse, wäre dieses; daß der Epilog, so wie ich ihn hiermittheile, nicht aus eben derselben Handschrift genommen ist,die ihm zum Gebrauche vergönnt gewesen, sondern aus einerzweyten; und daß in jener die 4Vste Zeile allerdings ein weniganders und so lautet, daß vielleicht auch ein anderer seinen Feh-ler könnte begangen haben, wenn das Vorhergehende und Nach-folgende nicht wäre. Anstatt nehmlich,
Und der es zu dewtsch Pracht,welches sich nicht anders als auf den folgenden Zöoncrius bezie-hen kann, heißt es dort,
Und das er das zu teutsch hat gepracht,welches von dem vorhergehenden Riedenburg gesagt zu seynscheinen könnte, wenn schon sonst etwas von ihm gesagt wäre,womit dieses durch ein und zu verbinden gewesen, und sich dasEr in dem
Von Riedcnburg ist er genantnicht so genau an den anschlösse, für den das Buch gedichtetworden. Damit man aber auch nicht meyne, daß in unsererHandschrift, welche Gottsched gebraucht, der Nachsatz von demDoncrius überhaupt fehle: so will ich dc» ganzen Schluß eben-falls daraus her setzen.
Von Ridcnburg ist er gcnaüt
Got muß er ymcr seyn bckant
Und das er das zu teutsch hat gepracht
Von latci» so »inß sein gedacht
Immer zu gute werden
In himcl und auf erden.
Er ist gcnaüt BencriuS
(Sott frist ihn und auch uns.
Er behüt uns vor der helle glut
Und hclffe uns das wir werden behüt
Vor des Lebens taten
Und vor der wcrlt geraten