Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
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2 Schrifftcn. dritter und vierter Thcil^

sprechen könncn? Doch er erfolge, oder erfolge nicht; ich willwenigstens auf meiner Seite nichts versäumen, ihn zu erhäschen.Das ist, ich will mich des Rechts der Vorrede bedienen, undmit den höflichsten Wendungen, so nachdrücklich als möglich, zuverstehen geben, von welcher Seite ich gerne wollte, daß mandasjenige, was man nun bald wahrscheinlicher Weise lesen, nochwahrscheinlicherer Weise aber, nicht lesen wird, betrachten möge.

Ich sage also, daß ich den dritten Theil mit einem Misch-masch von Eritik und Litteratur angefüllt habe, der sonst einenAutor deutscher Nation nicht übel zu kleiden Pflegte. Es istSchade, daß ich mit diesem Bändchcn nicht einige zwanzig Jahrvor meiner Geburt, in lateinischer Sprache habe erscheinen kön-ncn! Die wenigen Abhandlungen desselben, sind alle, Rettun-gen, überschrieben. Und wen glaubt man wohl, daß ich dar-innc gerettet habe? Lauter verstorbne Männer, die mir es nichtdanken können. Und gegen wen? Fast gegen lauter Lebendige,die mir vielleicht ein sauer Gesichte dafür machen werden. Wenndas klug ist, so weis ich nicht, was unbesonnen seyn soll. - -Man erlaube mir, daß ich nicht ein Wort mehr hinzu setzen darf.

Ich komme vielmehr so gleich auf den vierten Theil, von des-sen Zuhalte sich mehr sagen laßt, weil er niemanden, oder wel-ches einerley ist, weil er alle und jede angeht. Er enthältLustspiele.

Zch muß es, der Gefahr belacht zu»wcrdcn ungeachtet, ge-stehen, daß unter allen Werken des Witzes die Komödie dasje-nige ist, an welches ich mich am ersten gewagt habe. Schonin Jahren, da ich nur die Menschen ans Büchern kannte - -bcncidcnswürdig ist der, der sie niemals näher kennen lernt! - -beschäftigten mich die Nachbildungen von Thoren, an deren Da-seyn mir nichts gelegen war. Theophrast, Plautus und Tcrcnzwaren meine Welt, die ich in dem engen Bczirckc einer klostcr-mäßigcn Schule, mit aller Bequemlichkeit studirtc- - Wie gernewünschte ich mir diese Zahrc zurück; die einzigen, in welchenich glücklich gelebt habe.

Bon diesen ersten Bcrsuchcn, schreibt sich, zum Theil, verjunge Gelehrte her, den ich, als ich nach Leipzig kam, ernstli-cher auszuarbeiten, mir die Mühe gab. Diese Mühe ward mir