i
Schafften, Dritter und vierter Theil.
cr finden sollte, daß ich gleichwohl noch zu zeitig damit hcr-vorrückte.
Das war doch noch einmal eine Wendung, wie sie sich füreinen bescheidnen Schriftsteller schickt! Aber man gebe Acht, obich nicht gleich wieder alles verderben werde! - - Man nennemir doch diejenigen Geister, aus welche die komische Muse Deutsch-lands stolz seyn könnte? Was herrscht aus unsern gereinigtenTheatern? Ist es nicht lauter ausländischer Witz, der so oftwir ihn bewundern, eine Sattirc über den unsrigcn macht? Aberwie kommt eS, daß nur hier die deutsche Nachcifcrung zurück-bleibt? Sollte wohl die Art selbst, wie man unsre Bühne hatverbessern wollen, daran Schuld seyn? Sollte wohl die Mengevon Meisterstücken, die man auf einmal, besonders den Franzo-sen abborgtc, unsre ursprünglichen Dichter niedergeschlagen ha-ben? Man zcigtc ihnen auf einmal, so zureden, alles erschöpft,nnd sctztc sie auf einmal in die Nothwendigkeit, nicht bloß etwasgutes, sondern etwas bcsscrs zu machen. Dieser Sprung warohne Zweifel zu arg; die Herren Kunstrichtcr konnten ihn wohlbefehlen, aber die, die ihn wagen sollten, blieben aus.
Was soll aber diese Anmerkung? Vielleicht meine Leser zueiner gelindem Beurtheilung bewegen ? - - - Gewiß nicht; siekönnen es halten wie sie wollen. Sie mögen mich gegen meineLandslcutc, oder gegen Ausländer aufwägcn; ich habe ihnennichts vorzuschreiben. Aber das werden sie doch wohl nicht ver-gessen, wenn die Eritik den jungen Gelehrten insbesondere an-geht, ihn nur immer gegen solche Stücke zu halten, an welchendie Aersasscr ihre Kräfte versucht haben?
Ich glaube die Wahl des Gegenstandes hat viel dazu bey-getragen, daß ich nicht ganz damit verunglückt bin. Ein jun-ger Gelehrte, war die einzige Art von Narre», die mir auchdamals schon unmöglich unbekannt seyn konnte. Unter diesemUngeziefer aufgewachsen, war es ein Wunder, daß ich meineersten satyrischcu Waffen wider dasselbe wandte?
DaS zweyte Lustspiel, welches man in dem vierten Theilefinden wird, heißt die Juden. Es war das Resultat einer sehrernsthaften Betrachtung über die schimpfliche Unterdrückung, inwelcher ein Volk seufzen muß, das ei» Ehrist, sollte ich meine»,