Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
67
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Rettung des Cardans.

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könnte also doch wohl Recht haben, wenn cr behauptet, daßdie anstößigen Worte in derselben wären verbessert worden. Dochich muß auch dieses zu des Herrn Freytags Entschuldigung sa-gen, daß Lardan wenn er die Ausgabe von 1634 die zweytenennet, dadurch ohne Zweifel nicht sagen wolle, als ob die ersteniemals nachgedruckt worden sey; cr nennt sie die zweyte, weilalle die vorhergehenden, als von einer einzigen Originalausgabcabgedruckt, nur für cinc, in Ansehung des unvcrändcrtcn Jnn-halts, anzusehen sind. II. Weil aber doch auf der BasclschcnAusgabe in Folio ohne Zahrzahl, sehr vieler Verbesserungengedacht wird, weil man auch so gar die ^etio prima auf demTittcl genennt findet, so irret sich Herr LreMg ganz gewaltig,wenn cr sic für dic zweyte halten will. Wie ist daS möglich?Hat dieser Büchcrkcnncr vergessen, daß erst 1627. dcs ScaligcrsIZxoreiwtiones hcrausgckommcn sind, lind daß also dic ^ctioprima, welches eine Antwort darauf seyn soll, von noch spätcrmDato seyn muß? III, Warum aber auch nicht, nach dcs HcrrnFreyrags Art zu rcchncn, dic Ausgabe von 1654. dic dritteseyn kann, ist dieses der Grund, weil Lardan selbst, auf der791. S. der ^etia prima V0N cincr prima A lecuncla Norim-IiorAensi desgleichen von einer I^igliunonli und I^ritetiana redet.Von der I^uFrlunonki nun weis ich cs gewiß, daß diese 1661.in Octav ans Licht getreten sey, weil sic der Vcrfasscr dcs indem Xten Theile der 0l«sorvatil>num Hallonlium befindlichen Auf-satzes clv liliris raris ausdrücklich anführt. Ucbcrhaupt vermutheich, daß man aus dicscn und viclcn andern dabcy vorkommcn-den Schwierigkeiten sich schwerlich jcmals wcrdc hclffcn können,weil die Buchhändler ohne Zweifel auch hicr, ci» Stückchennach gelehrter Art gespielt, und um einerley Ausgabe mehr alsciiicn Titel gcdruckt haben.

Ich komme endlich auf dic Anmerkung mit wclchcr ich schlies-sen will. Diese Beschuldigung dcs Cardans, welche ich hoffent-lich unwldcrsprcchlich zu Schanden gemacht, habcn unsre Littera-torcs aus den Händen der Katholiken; besonders eines hitzigenMersennus. Ich will ihncn rathen, daß sie alles, was siedicscn Glaubcnsgciwsscn abborg.cn, vorher wohl untcrsuchcn, ehesie mit ihncn gemeinschaftliche Sache machen. Diese Hcrrcn ha-

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