Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
69
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Rettung des liri-iviosi.

Omnvs tsu-Lttiones <^ eontrovertiss ad ovc>, clieitur, tvmpor in- clpito. l^ikil suppone; tomuer sjuserss: an (SMus suc-rit in ro-rum natura."

Ich habe an diesem Richtcrspruchc zwcvcrlcy von Wichtigkeitauszusetzen: erstlich, daß Herr Vogt seinem Leser von dieserseltnen Schrift einen durchaus falschen Bcgrif macht; zweitens,daß er die daraus angeführte Stelle offenbar verfälscht.

Der erste Punct. Herr Vogr macht seinen Lesern einenganz falschen Bcgrif davon. Er sagt es sey ein höchst böscSund gottloses Büchelchcn. Ich aber sage, es sey ein sehr gutesund rechtgläubiges Büchclchen. Wie werde ich diesen Gegensatzam besten beweisen? Nicht besser, glaube ich, als wenn ich esden unparthcyischcn Leser selbst versuchen lasse, was es für Wir-kungen bey ihm haben werde, wenn er es von einem Ende zumandern lesen sollte. Dieses also will ich thun; doch uM ihmden Ncrdruß zu ersparen, sich mit dem ziemlich barbarischenLatcinc, in welchem es geschrieben ist, zu plagen, lege ich ihmnichts als einen deutschen Auszug davon vor. Einen Auszug,sage ich, und nicht eine Ucbcrsctzung; damit ich in jenem dasGift, wenn anders welches darinnen ist, so nahe zusammenbringen kann, als möglich: und damit dieses auf einem Haufen,seine Kräfte gewiß äussere, wann es anders welche äusser» kann.

Ich sage also, daß der Inoptus koliginlus eine kleine Schriftist, die aus einer Zucignungsschrift, aus 53 Paragraphen, auseinem kleinen Gedichte, und endlich aus einer Stelle des Au-gustinus bestehet. Man betrachte eines nach dem andern.Zuerst die

Zueignungsschrifr.Hier ist das vornehmste davon.Mein lieberFreund, du befindest dich jctzo ausser deinem Vatcrlandc, inden am Meere liegenden Ländern Europcns; deine größteBegierde geht dahin, daß du, in allen Stücken, einen rechtgalanten Weltmann, und einen recht grossen Geist aus dirmachen mögest. Das ist löblich, und ich halte es für eineSchuldigkeit, dich noch mehr dazu aufzumuntern. Ich willdir so gar mit meinem guten Rathe an die Hand gehen, unddir dasjenige mittheilen, was ich, nach einer nculichen Unter-