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166 Theatralische Bibliothek.
II. Leben des Herrn Jacob Thomson.
Thomson ist auch in Deutschland als cm großer Dichternicht unbekannt. Seine Iahrszeiten sind von denen, welcheihn in seiner Sprache nicht lesen können, in der Uebcrsctzungdes Herrn Zörockcs bewundert worden, so viel sie auch vonihrer Schönheit darinnc vcrlohrcn haben. Vor einiger Zeit ha-ben wir auch eine Übersetzung seines Agamemnons erhalten,deren ich weiter unten mit mchrcrn gedenken werde. Es wäreschlecht, wenn beydes seine Leser nicht sollte begierig gemachthaben, nähere Umstände von dem Verfasser zu wissen. Manerlaube mir also, daß ich mir schmeicheln darf, ihnen durch dieMittheilung derselben einen Gefallen zu erzeigen.
Es wird nöthig seyn vor allen Dingen meine Quelle anzu-zeigen. Diese sind die Lebensbeschreibungen der DichterGroßbritanniens und Irrlands," welche im vorigen Zahre infünf Duodezbändcn zu London herauskamen. Es haben verschie-dene daran gearbeitet, der vornehmste Verfasser aber, der aufdem Titel gcncnnr wird, ist Herr Libber, welcher auch die Le-ben der berühmtesten Schauspieler und Schauspielerinnen Eng-lands heraus gegeben hat.""' Aus diesem Werke also, welchesLobsprüche genug erhalten hat, will ich dasjenige ziehen, wasden Herrn Thomson angehet, und zwar vornehmlich von derSeite eines theatralischen Dichters betrachtet.
Jacob Thomson war der Sohn eines Geistlichen der Schot-tischen Kirche, in dem Prcsbyteriatc von Iedburgh.
Er ward an eben dem Orte gcbohrcn, wo sein Vater Pre-diger war, und zwar im Anfange des jetzigen Jahrhunderts.Seine erste Erziehung genoß er in einer Privatschulc der dasi-gcn Gegend. Zn seinen ersten Jahren zeigte er so wenig einbesonders Genie, daß ihm vielmehr sein Lehrmeister, und alledie mit seiner Erziehung zu thun hatten, kaum die gewöhnlich-sten und schlechtesten Gaben zutrauten.
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