Theatralische Bibliothek.
dem zu bekannt, als daß ich mich hier mit Erzehlung ihrerwahren Umstände aufhalten dürfte. Man sehe, wie sich der Dich-ter dieselben zu Nutze gemacht hat.
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IV. Auszug aus dem Schauspieler des HerrnRemond von Samte Albine.
Ich habe lange Zeit vorgehabt, dieses Werk des Herrn vonSalme Albine zu übersetzen. Doch Gründe, die ich am Endeanführen will, haben mich endlich bewogen, die Übersetzungin einen Auszug zu verwandeln. Ich werde mich bemühen, ihnso unterrichtend, als möglich, zu machen.
Unsre Schrift ist schon im Zahr 1747. zu Paris auf zwan-zig Bogen in Octav unter folgendem Titel ans Licht getreten:I^o <üomoü"ion. Ouvi'SZo tliviku on tloux psitios; ^sr KI. /?e?»o?ze/l/e Kattiöe ^/üine. Ich kann von ihrem Verfasser weiter keineNachricht geben, als daß er selbst kein Schauspieler ist, sondernein Gelehrter, der sich auch um andre Dinge bekümmert, welchedie meisten, ohne Zweifel, wichtiger nennen werden. Ich schliesstdieses aus seinem Aufsätze für Iv I^mmsgo (vom Dlechschla-gen) wovon ich bereits die dritte Ausgabe habe angeführtgefunden.
Sein Schauspieler ist, wie gleich auf dem Titel gesagtwird, ein Werk, welches aus zwey Theilen besteht. Zu diesenkommt noch eine Vorrede und eine kurze Einleitung.
Zn der Vorrede wundert sich der Verfasser, daß noch nie-mand in Frankreich darauf gefalle» sey, ein eigentliches Buchüber die Kunst Tragödien und Komödien vorzustellen, zu ver-fertigen. Er glaubt, und das mit Recht, seine Nation habees mehr als irgend eine andre verdient, daß ihr ein philosophi-scher Kenner ein solches Geschenk mache.--Was er sonst
in der Vorrede sagt, sind Complimeutc eines Autors, die einesAuszuges nicht wohl fähig sind. Man läßt ihnen nichts, wennman ihnen die Wendungen nicht lassen will.
Die Einleitung fängt mit einer artigen Begleichung derMahlerey und Schauspielkunst an. Diese erhält den Vorzug.„Umsonst rühmt sich die Mahlerey, daß sie die Leinewand be-