Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
214
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Theatralisch- Bibliothek.

dcs Grase» Tuficrc und der Lisettc die Hochachtung und dieBewunderung aller Zuschauer erworben. Der Herr Dufrcsnehatte den Ruhmredigen vorgestellt, und seinen Charakter, nochehe er ein Wort geredet, durch die blosse Art, sich auf derBühne zu zeigen, auszudrücken gewußt. Solche Leute könnenauch das schlechteste Stück aufrecht erhalten; doch sollten nurdiejenigen Verfasser das Vorrecht haben, sie für ihre Gcburthcnzu stndcn, die auch die schlechtesten Schauspieler nicht so vorstellenkönnen, daß sie nicht noch immer Schönheiten genug behaltensollten. Das vierte Stück in diesem Theile sind Sie verliebtenPhilosophen (I<;s,il,ilvl'(>^lios gmouieu.x) gleichfalls in Versenund sünf Auszügen; und das sechste Stück ist der poetischeDorf>unker ^<>eto ^umz,->A»srlI). Dieses letztere hat einenbesondern Prolog, welcher der Triumph c>cs Herbstes (le^'rioilirilio cle I^utomnv) heißt.

Der dritte Theil begreift ebenfalls fünf Schauspiele, undeinige Kleinigkeiten. Das erste Slück ist das Gespenst mirder Trommel, (le 'I'smnvur ixietm-ne) in Prosa und fünf Aus-zügen. Es ist eigentlich nicht von der Erfindung dcs HerrnDcsrouchcs, sondcrn eine Nachahmung eines englischen Stückesdcs Herrn Aödisons, welches in seiner Sprache 'IIi<z Drummerheißt, und auch in Deutschland bekannt genug ist. Unser Dich-ter war in England gewesen, und hatte den Herrn AoOisonpersönlich kennen lernen. Er giebt ihm das Zeugniß, daß erunter allen schönen Geistern seiner Nation die wenigste Entfer-nung für das französische Theater gehabt habe, und mit den re-gellosen Unanständigkeiten der englischen Bühne gar nicht zufriedengewesen sey. Er hatte auch seinen Drummer in keiner andernAbsicht geschrieben, als seinen Landslcuten zu zeigen, daß sichRegeln und Witz, Anständigkeit und Satyrc ganz wohl vertrü-gen. Gleichwohl aber behielt sein Stück noch allzuviel Englisches,als daß es ohne Veränderungen auf dem französischen Theaterhätte gefallen können. Diese nun machte der Herr Dcstouchesmit aller möglichen Gcschicklickkcit, und wenn er die stolze Treu-losigkeit der englischen Schriftsteller, besonders Dudens hättenachahmen wolle», so hätte er ganz wohl das ganze Schauspielfür sei» eigen ausgeben, und in der Vorrede »och dazu auf den