Leben des Herrn Philipp Nericaulr TeStoiiches.
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englischen Urheber schimpfen können.--Der verheyrachete
Philosopl) (Itz pkilotopks MÄri<?) ist das zweyte Lustspiel imdritten Theile. Es ist in Versen und fünf Auszügen. Auchdieses fand ungemcincn Beyfall, und sein Verfasser schrieb esdem Minister und Staatssccrctair Grafen von XNorville zu.Das dritte Stück ist eigentlich nichts als eine dramatische Satyreüber die unbilligen Urtheile, welche einige neidische Kunstrichtcrüber das vorhergehende Stück gefallt hatten. Es ist in Prosaabgefaßt, hat nur einen Auszug und heißt der Neidische, (l'^n-vieux) Der Kürze ungeachtet ist der Charakter dariime vor-trefiich ausgedrückt. - — Das vierte Stück nennt der Ver-fasser eine Tragikomödie. Es führt den Titel: Der Uchrgeiizigeund die Unbesonnene, (l'^mbitioux 65 l'Inclitvi-otv) Er har ihmdeswegen den Namen eines blossen Lustspiels nicht geben wollen,weil alle Personen darinnen von einem gewissen Range sind,und er die Scene bey Hofe hat annehmen müssen^ wollte eranders seine Helden in die vortheilhaftcstcn Umstände für dieEntwickelung ihrer Charaktere setzen. Es ist ein Prolog beydem Ehrgcitzigen, der die innre Einrichtung des Stücks bctrift,und worinne verschiedene Personen aufgeführet werden, die da-für oder dawider reden. Das fünfte Schauspiel in diesem Theileist die abgenurzce Aiebe, (l'^mour in"«-) ein prosaisches Lustspielin fünf Auszügen. Mit diesem Stücke ging es dem Verfasserein wenig unglücklich. Feinde und unbillige Richter brachtenes bey der ersten Vorstellung um allen Beyfall. Er beklagt sichdeswegen in einem Briefe an den Grafen von L^, welcherdem Lustspiele vorgcdruckt ist, sehr empfindlich darüber, und esschmerzte ihm, daß eine fünf und drcyßigjährigc Bemühung fürdas Vergnügen des Publici, ihn vor dieser Beschimpfung nicht
habe sichern können.--Ausser diesen fünf Stücken findet
man noch in dem dritten Theile drey kleine Divertissements,welche aber durchaus nichts sagen wollen, und beynahe ihresVerfassers unwcrth wären, wenn sie vielleicht nicht in dem Zir-kel der Freunde, in welchem sie gespielt worden, gewisse gesell-schaftliche Vollkommenheiten gehabt hätten, die für fremde Leserdurchaus unmcrklich sind.
Der vierte Theil enthält nur drey ganze Stücke. Das erste