Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
216
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Theatralische Bibliothek.

ist der Sonderling (lüommo lmZuüer) ein Lustspiel in Versenund fünf Auszügen. Es ist eher gedruckt als aufgeführt worden.Der Verfasser bezeigt eine besondre Liebe für dasselbe und schmei-chelt sich selbst, daß man nicht allein das hohe Komische unddie lebhafte und männliche Moral, welche seinen übrigen Stückenso viel Beyfall erworben, sondern auch einen ziemlich neuenund sehr lehrreichen Charakter, darinnen antreffen werde. Daszweyte Stück ist die Starke des Naturells, (la toro-z clu usw-rel) ebenfalls in Versen und fünf Aufzügen. Man ist mit demInhalte dieses Lustspiels nicht zufrieden gewesen, und kann esauch gewisscrmaasscn nicht wohl seyn, wie wir ein andermalzeigen wollen. Es ist gleich das Gegenspiel von der Naninedes Herrn von Voltaire , welcher wenigstens in diesem Stückeein besserer Kenner der Natur als der alte Dcslouches gewe-sen ist. Das dritte Stücke endlich heißt I« Mine Iiommv äI'epi'mivv, der >unge Mensch, der die Probe aushalr; es istin Prosa und in fünf Auszügen. Wenn auch dieses gleich dieFrucht des Alters ist, so ist es doch die Frucht des Alters einesDescouches, und würde der Blüthe eines andern SchriftstellersEhre machen. Der übrige Inhalt des vierten Theils bestehetaus den ersten Auftritten verschiedener Lustspiele, die der Ver-fasser ohne Zweifel noch hat ausarbeiten wollen, ob er sie gleichfür nichts, als für blosse Entwürfe ausgicbt, die er für einenjungen Chevalier von B. der sich in der komischen Dichtkunstüben wollen, gemacht habe. Die vornehmsten davon sind An-fangssccncn zu einem Lustspiele, welches der liebenswürdigeAlle heissen sollen; desgleichen zu einem über den Charakter desRachsuchtigen. Auch ist der Anfang zu einem Lustspiele Pro-cheus da, worinne der Dichter einen Bctricger aufführen wol-len, der jeden Charakter anzunehmen fähig ist. Wird wohl je-mand so kühn seyn, und dasjenige auszuführen wagen, was einsolcher Dichter entworfen hat?--Noch findet man in die-sem vierten Theile eine Sammlung von hundert und drey undsicbcnzig Siiinschriftcn, und ein poetisches Schreiben an denKönig über seine Genesung. Nur die Lieder des Hrn. Des-rouches, deren er verschiedene und gewiß sehr artige gemachthat, vermisse ich in dieser ganzen Sammlung seiner Werke. Sie