Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
339
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Von Johann Tryden und dessen dramatische» Werken. J.;9

oder vielmehr Beschreibung, von dem Schauspiele überhauptvoraus zu setzen; nehmlich, ein- Schauspiel sey eine rvahrerini) lebhafte Abschilderung der menschlichen Natur, welcheSie Leidenschaften und Faunen derselben, (Ilumoms) nebstden Abwechselungen des Glückes, denen sie ausgcseizt ist,zum Vergnügen und Unterricht, vorstelle: fängt Crites zumBehuf der Alten folgender Gestalt an zu reden.

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Hierauf folgt die Beurtheilung des gedachten Stücks vomJohnson, die ich mir bey einer andern Gelegenheit zu Nutzemachen werde. Vor itzo will ich nur die Erklärung mitnehmen,welche Druden von dem, was die Engländer Humor nennen,giebt. Zch erinnere zugleich, daß ich -Humor, wo ich das Wortübersetzen will, durch Ä.aune gebe, weil ich nicht glaube, daßman ein bcaucmcrs in der ganzen deutschen Sprache finden wird.

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Z« Ende des Versuchs wird die Unterredung auf den Ge-brauch der Reime in den Schauspielen gelenkt, wider welchensich Lritcs mit sehr guten Gründen erklärt.

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Neandcr ist Dr)dcn selbst, wie er nicht undeutlich zu ver-stehen giebt. Er hatte die wenigen Stücke, die er damals nochfür die Bühne gemacht hatte, alle gereimt, und er vertheidigetalso seine eigene Sache, indem er dem Reime das Wort spricht.Sobald er aber mehr und geschwinder zu schreiben, durch äußer-liche Umstände gezwungen ward, setzte er seine Theorie bey Seite,und opferte, wie wir in der Folge sehen werden, den widcr-spänstigcn Reim reellen Vortheilen auf.

Die Fortserzung in dem nächsten Stücke.

XIV. Entwürfe ungedruckter Lustspiele des italiä-nischen Theaters.

Es ist bekannt, daß die Ztaliäncr den größten Theil ihrerKomödien aus dem Stegreife spielen; und sich dabey bloß nachkurzen geschriebenen Entwürfen richten, in welchen ohngcfchrdie Intrigue überhaupt, die Anzahl der spielenden Personen,

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