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4 (1838)
Entstehung
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346
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Spielern, das Silberzeug und die Stoffe einzulösen. Lcliokömmt dazu, voller Verzweiflung wegen seines neuen Unglücks,und findet sich zwischen seiner Gebieterin, dem Oheim und demMario, den er um den Wechsel so schändlich gebracht hat. Ze-der nimmt von ihm auf die empfindlichste Art so wie es seinunordentliches Leben verdienet, Abschied; und er bleibt stummund ohne Verantwortung da stehen. Zu seinem Glücke kömmtnoch ein Freund dazu, der ihn aus dieser Verwirrung reißt; crsey, sagt dieser Freund, im Begriffe sich einzuschiffen und nachPeru zu gehen, und komme also, von ihm Abschied zu nehmen.Lclio antwortet ihm kein Wort, sondern höhlet seinen Degen,seinen Mantel und seinen Hut, und bietet sich ihm zum Reise-gefährten an. Der Freund ist es sehr wohl zufrieden; sie ge-hen also mit einander ab, nachdem Lclio vorher von dem Har-lcquin, dem cr das Wenige, das ihm noch übrig gcblicbcn,läßt, Abschied gcnommcn, und ihn gcbctcn, seine Gläubiger zuversichern, daß cr sie in Peru nicht vergessen wolle.

2) L ltillion il-!mo!f<'; in fünf Auszügen, nach dem Entwürfedes ältern Riccoboni, den ZV Zunius 1717 zum ersten-male aufgeführt.

Personen. Pamalon. K.elio, dessen Sohn. -Harlequin,Bedienter des Lclio. Der Doctor. Silvia die Tochter desDoctors. Hlamiina, dcs Doctors Nichtc. Scapin der Fla-minia Bedienter. Ein zweyter Bedienter der Flaminia, inein Frauenzimmer verkleidet. 5N«rio und dessen BedienterScaramouche. Die Scene ist in Mayland, vor und in demHause des Pantalon.

Lclio, ein jungcr, rcichcr von Adcl, hatte zu MaylandGelegenheit gehabt, mit Franzosen öfters umzugehen, und da-durch an allen französischen Manieren einen ausscrordcntlichcnGeschmack bekommen. Diese Neigung ist mit der Zeit so starkgeworden, daß das, was Anfangs nur ein leichtes Vergnügenwar, zu einer herrschenden Leidenschaft angewachsen. Er hatkeine andre Ergctzung in der Welt, als daß cr dicscr galantenNation nachzuahmen sucht, deren beständiger Anbeter er ist; crschätzet alles, was sich nicht aus Frankreich hcrschrcibt, für gc-