Entwürfe »»gedruckter Lustspiele des italiänische» Theaters. 38!)
sich bald wieder, und gesteht ihr, daß seine Gedanken eben mitihr beschäftiget gewesen. Angcliauc wird durch dieses Gcständ-niß sehr betroffen, und giebt ihm zu bedenken, daß er ihrerMuhme bestimmt sey; doch Valerc fährt fort, sie zu versichern,daß er zwar Zsabcllcns Verdienste wohl einsehe, daß aber An-gclique über sein Herz triumphirt habe. Endlich bekennt ihm An-gcliquc, daß sie eben so ausschweifend sey als er, und nicht diegeringste Neigung gegen Dorantcn habe. Valerc wird darüberentzückt, fällt ihr zu Füssen , und bittet sie um Erlaubniß, hoffen zudürfen, weil er sie nunmehr lieben könne, ohne die Freundschaft,die er für Dorantcn habe, zu verrathen. Angelique hebt ihnauf, und sagt: Geben Sie mir die Hand; ich will Sie vonihrem Irrthume zurückbringen, und meiner Muhme wiederschenken. Dorantc kömmt dazu, und weil er Angcliaucn flie-hen sieht, so zweifelt er an ihrer Gleichgültigkeit gegen ihn nichtlänger, und ist sehr wohl damit zufrieden. Er fügt hinzu:ein Frauenzimmer ist von Narur gebieterisch; alsdenn aberhat ihr Stolz keine Grenzen, wenn ste grössere Talente zubesitzen glaubt, als ihrem Geschlechte sonst zukommen.Er ruft den Frontin, und befiehlt ihm, die Pferde zu satteln,damit er sogleich abreisen könne. Dem Frontin ist dieses ganzund gar nicht gelegen, und er thut alles was er kann, sei-nen Herrn zu bereden, daß er sich nicht einbrechen könne,Angcliauen zu hcyrathcn, weil bereits alle Anstalten dazu vor-gekehret werden; er setzt hinzu, daß noch über dieses er sichselbst in Liscttcn verliebt habe. Frontin geht endlich in größtemVcrdrussc ab. Dorante bleibt einen Augenblick allein; Zsabcllckömmt in Gedanken vertieft dazu, und Dorante sieht sich ver-bunden, sie nach der Ursache ihrer Traurigkeit zu fragen. Siegesteht ihm, daß sie Valcrcn nicht liebe, und daß er für sieallzu jung und allzu zerstreut sey. Dorante nimmt ValcrcnsParthey und beweiset Zsabcllcn, daß er alle Verdienste habe,die man nur haben könne. Doch dieses alles verringert Jsa-bcllcns Besorgnisse wegen der Jugend des Valerc nicht im ge-ringsten; sie läßt sich vielmehr darüber aus, daß sie schwer zuüberstehen seyn werde- Erzeigen Sie mir also die Gefällig-keit, fährt sie fort, und bringen ihm auf eine gute Art bey,