Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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462
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462 Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1754.

ches bey dem vornehmsten Hülfsmittel der Gelehrsamkeit, bey derKenntniß der Bücher, ungcmeine Dienste leisten kan, anzupreisen.Sine Kleinigkeit würde vielleicht noch zu wünschen seyn; diese nehm-lich: daß der Herr Doctor nicht dann und wann die Recension dermerkwürdigen Bücher solchen Leuten auftragen möge, die sie ohneZweifel das erstemal in die Hände bekommen. Aus diesem Umständeist vielleicht in gedachtem 24ten Stücke der kleine Fehler herzuleiten,daß von des jüngern Helmontius Raturalphabcte als von einem ur-sprünglich deutschen Buche geredet wird. Man will so gar aus denWorten des Titelkupfers die Ursache angeben, warum es öftrer unterder lateinischen Benennung ^I^imbetuiu naturu;, als unter der deut-schen angeführet werde. Die Vermuthung ist überflüßig; das Werkselbst ist eigentlich lateinisch geschrieben, und nur mit der deutschen Uebersetzung an einem Orte und in einem Jahre an das Licht getre-ten. Wahrscheinlicher Weise hat Helmontius so viel deutsch nie ver-standen, als erfordert wird, ein Buch darinne zu schreiben.

(19. Febr.) Abhandlungen zum Behuf der schönen Wissen-schaften und der Religion von Carl Ludwig MuzeliuS/ Dieneram Worte Gottes bey der Evangelisch reformirten Gemeinezu prenzlau. Anderer Theil. Stettin und Leipzig bey Runckel.1733. in 8vo 10 Bogen. Da wir vor geraumer Zeit des erstenTheiles dieser Abhandlungen mit Ruhm gedacht haben, so müssen wiruns jetzt das Vergnügen machen, unsern Lesern auch den gegenwärti-gen zweyten Theil anzupreisen. Den meisten Raum desselben nimmteine Abhandlung von der Weisheit Gottes bey der Zulassung des Un-glaubens und der Irrthümer ein, welche nngemein gründlich und er-weckend geschrieben ist. Auf diese folgt die Beantwortung eines Zwei-fels aus der Lehre vom Seelenschlafe, und den Beschluß macht einekurze Untersuchung, wie es zugehe, daß einige Vögel, z. E. Lerchen,ihre Nester und Eyer, wovon sie sich doch des Futters halber, gar oftweit entfernen müssen, sogleich wieder finden, da doch ein Menschsolches nicht zu thun vermag. ... Als wir den ersten Theil dieser Ab-handlungen gedachter Maassen anführten, brachten wir eine flüchtigeGedanke bey, von welcher es uns ein wenig befremdet, daß sie derHerr Pastor auf der falschen Seite genommen hat. Auf feine Erin-nerungen, die er deswegen in der Vorrede macht, müssen wir unserklären, daß wir von dem Werthe des Satzes: ahme der Natur